Also das hier ist vegan und feministisch. Weil sonst alles scheiße ist.

Mittwoch, 31. August 2011

Essens-Tipp in Köln: ecco


Vor ein paar Tagen hat mir ein Freund erzählt, dass das ecco in der kölner Südstadt eine Karte extra für Veganer hat. Ich hatte tatsächlich bis dato noch nie vom ecco gehört, denn obwohl ich selbst in der Südstadt arbeite, bin ich sonst sehr selten dort unterwegs. Irgendwie passiert mir das auch gerade öfter. Ich dachte immer in Köln gibt es gar nicht so viel, aber Zombiekatze hat mir vom Blänke erzählt und seitdem entdecke ich das Kölner Veganleben ganz neu! 
Zu Hause angekommen habe ich mal ein bisschen recherchiert - und siehe da: es stimmt! Einen Tag später haben meine Mitbewohnerin und ich uns dort zum Mitagessen getroffen. Der Laden ist mir direkt positiv aufgefallen, draußen eine hübsche Terrasse und im Zentrum des Innenraums eine große und schön gestaltete Theke. Die Wände sind mit ziemlich kritisch und feministisch wirkenden Bildern geschmückt, die teils Collage, teils Gemälde sind.

Auf den Tischen lag neben der "normalen" Speise- und Getränkekarte eine separate. Auf der Frontseite stehen ein paar Vorteile der veganen Ernährung aufgelistet. Auch das ist mir sofort positiv aufgefallen. Genau wie die Diversität der angebotetenen veganen Gerichte. Mit sechs Gerichten an der Zahl ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei, inklusive einem Dessert. Zum Beispiel gibt es Grünkern Bolognse, ein deftiges Seitansteak oder einen fast ausschließlich rohköstlichen Teller (wenn man den Räuchertofu wegließe). Meine Mitbewohnerin und ich haben uns fest entschlossen uns nach dem Hauptgereicht auch noch die Creme Brûlée zu teilen (mit Lavendel, wie lecker klingt das denn?!), aber wir haben es einfach nicht mehr geschafft. Auf der linken Seite der Karte stehen ein paar Lebensmittel wie Grünkern, Quinoa usw. erklärt. Das finde ich immer angenehm, da ich schon in so manchen Restaurants mit den Zutaten etwas überfordert gewesen bin.
Nach dem leckeren Essen wurden wir gefragt ob alles okay sei, der Kellner hat uns dann erklärt, dass die Karte ganz neu sei und sie sich noch in der Testphase befänden und sie sich wirklich freuen, wenn von Veganern, Vegetariern und allen anderen ehrliches Feedback bekommt, weil das für den Koch noch so ungewohnt sei.

Überhaupt fand ich den Service auch sehr angenehm locker und aufmerksam. Ich hatte mich für das Tofusteak entschieden, nur war leider ein Teil der Beilagen nicht mehr da. So etwas macht mir ja persönlich nie etwas aus, wenn Bescheid gesagt wird, irgendetwas anderes wird sich da schon finden. Und so war es dann auch, statt Quinoa und Linsen bekam ich Vollkornreis und Dinkel, hat super geschmeckt!

Vorab hatte ich übrigens gefragt, ob man dort auch vegan frühstücken könne. Ich finde ja, Abend- oder Mittagessen ist überall irgendwie in vegan zu finden, aber frühstücken finde ich außerhalb sehr schwierig. Meist bleibt nur Brot, Marmelade und im besten Fall etwas Erdnussbutter oder Obst. Aber die Besitzerin versicherte mir, dass auch für Vegetarier und Veganer zum Frühstück oder sonntäglichen Brunch genug vorhanden sei (Käsealternativen, Aufstriche etc.), nur müsse man vorher bescheid sagen.

Fazit also: Leckeres Essen, durch und durch sympathisch! Wer damit klar kommt, dass auch Fleisch, Fisch und vegetarisches auf der Karte steht, der sollte hier die Nachfrage ankurbeln gehen! Außerdem plädiere ich für eine Aufnahme in den Veganguide.de!





















Links: 

Montag, 29. August 2011

Sexismus und Tiere essen #2

Wenn das so weiter geht, mache ich noch eine Serie daraus. Vielleicht erinnert ihr euch an das "nimm mich"-Hühnchen? Heute hat es die Rinder erwischt. Beim Lesen einer Zeitschrift ist mir diese Werbung für das Beef! Magazin (Überlegt euch gut, ob ihr das anklicken wollt, Ausraster ist vorprogrammiert) aufgefallen. 




















Was soll ich da noch sagen, außer, dass ich mit dem Würgen nicht mehr aufhören kann?! 
Die Klischees "Ein richtiger Mann muss Fleisch essen", "Fleisch ist männlich (uga uga, grunz)" werden hier mal wieder wunderbar bedient. Frauen machen hingegen niedlichen, aber unwichtigen Mädchenkram, den eh keiner interessiert und Männer sind währenddessen ganz harten Kerle. Gääääähn. 
Dann heißt es weiter "Männer kochen anders", sprich: Frauen knabbern Salat, Männer essen FLEISCH. (Weil, ist ja so männlich, Proteineeee, kommt alle her!) Wenn ich sehe, wie Fleisch glorifiziert wird, werde ich wirklich fast wahnsinnig. An Hand solcher Bilder wird auch immer wieder deutlich, was es wirklich ist: ein Statussymbol. Wer Fleisch isst, demonstriert Reichtum und Macht. Und das ist leider unter Männern noch sehr verbreitet. Oft habe ich auch Frauen erlebt, die sehr deutlich betonen, dass sie gerne Fleisch essen um sich damit als emanzipierte und starke Frau zu positionieren und sich vom Tussitum abzugrenzen. Das finde ich nur noch traurig. Als würde man dann ernster genommen werden.
Interessant finde ich in der Anzeige auch den Gegensatz: Männer - Mädchen. Nicht etwa Männer - Bubis, nicht einmal Männer - Frauen. Daraus schließe ich mal ganz kühn, das hier "Mädchen" mit "Weichei" synonym geht, was ich fatal finde. 

Die Anzeige ist zeitgleich mit einer zweiten geschaltet und auch da ist mir mein Salatblatt im Hals stecken stecken geblieben. (Aber zum Glück hatte ich ein rosafarbenes Taschentuch zu Hand.)
Quelle



















Tierquälerei ist also vollkommen okay und natürlich - was sonst - männlich. (Wer kennt auch schon Frauen, die Bullen reiten?!) Ein ganzer Kerl. So stark, so hart. So scheiße. (Ups, sorry)

Auf der Seite heißt es übrigens die beiden Motive sind provokant, aber immer noch mit so viel Humor gestaltet, dass sie ironisch wirken. 
Äh ja. Ich behaupte, dass ist eine Frage des Hintergrundwissens. Dass ich mich intensiv mit der Haltung von Tieren, Folgen von Fleischkonsum für Tier, Mensch und Natur auseinandergesetzt habe ist ja kein Geheimnis. In den letzten Wochen kamen auch antisexistische und antirassistische Theorien hinzu, die meinen Blick für solche Dinge definitiv geschärft haben. Und wenn man auch nur ein bisschen Ahnung davon hat, wie Bilder in die Gesellschaft transportiert und integriert werden, was durch Allgenwärtigkeit zur Gewohnheit und dann irgendwann völlig legitimiert wird, der findet die Anzeigen nicht mehr ansatzweise ironisch. Im besten Falle noch zynisch, im Normalfall eher pervers.

Dienstag, 23. August 2011

Unaufmerksamkeit durch Alltag?

In der letzten Woche habe ich mir irgendwie mehrere Patzer geleistet. Ich habe aus Versehen Kekse mit Honig gegessen, aus Versehen zwei mal (!) Parmesan gegessen und aus Versehen eine Hose mit einer winzigen, aber doch vorhandenen Lederapplikation gekauft. 

Bei den Keksen habe ich nicht daran gedacht, dass meine vegane Freundin K. trotzdem Honig isst und habe (äußerst leckere!) Orangen-Schokokekse von Alnatura gegessen, die sie mir angeboten hat.
Beim Parmesan habe ich zum Einen zu Hause das Etikett vom Pesto meiner Mitbewohnerin nicht gründlich, bzw, erst zu spät gründlich genug gelesen und zum Anderen das Basilikumöl auf der Arbeit gegessen, obwohl ich gemerkt habe, dass es irgendwie anders schmeckt als sonst. Mein Kollege wies mich dann sogar darauf hin, dass der Koch das Rezept verändert hat, aber da ich recht häufig Sprüche höre a lá "Ahhhhhh, pass auf, da ist Speck drin, höhöhö!", habe ich ihm obwohl ich die Veränderung selbst bemerkt habe erst einmal nicht geglaubt.
Das Lederding auf der Hose (vielleicht ist es nicht einmal echt?!) ist mir schlicht nicht aufgefallen.

Woran liegt das jetzt? Ich bin nach wie vor absolut überzeugt vom veganen Leben, etwas anderes könnte ich mir nicht mehr vorstellen. Ich habe mich so sehr an das Vegansein gewöhnt, dass ich nicht vergesse, dass ich vegan bin, sondern stattdessen vergesse ich irgendwie manchmal, dass nicht alles vegan ist, was mich umgibt. An manche Dinge denke ich schlicht gar nicht, wie zum Beispiel das Lederetikett. Fällt mir einfach nicht (immer) ein und nicht auf wenn ich in der Stadt bin. 
Passiert euch so etwas auch manchmal? Ich habe mich jedes Mal mies gefühlt und im Endeffekt sind die Situationen auch unterschiedlich stark vermeidbar gewesen, aber ich habe auch keine Lust immer und überall zu 100% aufmerksam zu sein.

Sonntag, 14. August 2011

Vegane Vollkommenheit: VSD Dortmund

Ich habe ausgeschlafen, Kuchen, Eis und der gemischte Indische Teller sind verdaut, die Tombola-Gewinne sind im Kühlschrank verstaut, Sticker, Flyer und Buttons sind sortiert, die Tasse, T-Shirts und Pullover in den jeweiligen Schränken untergebracht (bzw. schon angezogen) und ich bin immer noch ein wenig glückselig und beduselt von gestern. 
Zombiekatze, eine Freundin von ihr und ich sind gestern gemeinsam zum Veggie Street Day nach Dortmund gefahren und wir haben uns dort noch mit Kathi und ihrem Freund getroffen. Ich behaupte jetzt einfach mal, es war für alle ein schöner Tag! Für mich ganz ehrlich ein Highlight der letzten paar Wochen (was angesichts meines Arbeitsplans, der Klausuren etc. auch nicht besonders schwer war, aber egal!).  Vermutlich könnte ich den ganzen Artikel hier mit Aufzählungen und Superlativen schreiben, aber ich gebe mir große Mühe, nicht zu überschwänglich zu werden.

Mir hat die Stimmung gut gefallen. Es hatte etwas von einem Stadtfest, nur, dass eben alles vegan war. Das Publikum war bunt durchmischt. Ja, tätowierte, gepiercte oder sonstwie auffällige Menschen waren im Vergleich zur deutschen Normalbevölkerung überproportinoal häufig vertreten. Aber das Schöne ist doch, wenn ein total zugehackter Typ neben einer Normalo-Omi mit Veggie Button zusammensitzt und sie plaudern, wenn bunte Hippies beinahe jeden mit "hey dich kenn ich, ich bin mit dir bei facebook befreundet!" anquatschen, wenn Kinder fröhlich durch die Gegend rennen und Autogramme sammeln, wenn die Veranstalter des Veggie Street Days, die Pioniere oder Aushängeschilder der veganen Szene wie Kim, Nessi, Christian Vagedes, Marc Pierschel usw. sich unters Volk mischen, wenn jeder mit jedem redet, wenn Ärzte gegen Tierversuche, Hof Butenland und der Slutwalk Stände auf der selben Veranstaltung haben, wenn es Essen, Kosmetik, Kleidung und Informationen gibt, wenn der Stand der Sea Shepherds so überfüllt ist, dass es am Ende das T-Shirt was ich haben wollte nicht mehr gab, wenn normale Samstagsshopper mal gucken was da so los ist, wenn Veganer aller Coleur, jeden Alters, jeder Gesinnung oder sonstigem Kontext zusammenarbeiten, wenn man von allen Seiten hört, dass es viel größer als letztes Jahr sei, wenn es grüne Säfte und Döner gibt, wenn bei Burger King nur die Toilette überfüllt ist. Na und da sind sie wieder, die Aufzählungen. 

Ansonsten kann ich mich nur Zombiekatzes Meinung anschließen, außerdem hat sie viel schönere und bessere Fotos als ich :) Ich bin froh sie gestern endlich mal kenengelernt zu haben, wo wir doch in der selben Stadt leben. Auch Kathi kennenzulernen war toll, wir haben uns alle gut verstanden und planen schon die nächsten gemeinsamen Treffen beim Brunchen im Cakes 'n' Treats oder in Köln. Ich kann es nicht anders sagen, das war einfach ein ganz wunderbarer Tag und es fühlt sich toll an, wenn man mit so vielen Menschen zusammen ist, die man wenig, gar nicht oder noch nicht kennt und nicht viel mehr weiß, als dass einen so etwas Wunderschönes wie das Vegansein verbindet. Ich möchte wirklich niemals wieder nicht vegan sein!

Und jetzt genug Kitsch, es folgen die Fotos!
Die werden durch Anklicken auch größer, irgendwie passen die hier nicht ordentlich in mein Format :(


Hof Butenland

Vegan Wonderland




























Chicks dig Vegans!
C




















Nessi


Alles-vegetarisch.de

peta2























Signor Verde










Dienstag, 9. August 2011

Veggie Street Day Dortmund

Das Timing ist wirklich perfekt! Passend zum Beginn unserer Zusammenarbeit fahre ich, wenn jetzt alles glatt läuft, mit Zombiekatze und ihrem Freund zum Veggie Street Day. Dort treffen wir dann auch noch die dritte Blogger-Kollegin, die Kathi. Und äh ja noch ganz viele andere Leute die ich nicht kenne ;) Perfekt wäre es, wenn unsere Chefin ;) und ihre Freund auch noch kommen würden!
Das wird mein erstes veganes Event und ich freue mich schon so sehr darauf, vor allem da ich schon lange mal nach Dortmund wollte, aber irgendwie ist es dann doch meistens einen Tick zu weit weg. Egal, nächsten Samstag nehme ich alles mit, was ich bekommen kann :)

Jetzt die entscheidende Frage: Wer von euch ist auch dort?

Freitag, 5. August 2011

Vegane Wut #4

Über eine meiner Kolleginnen habe ich hier ja schon hin und wieder mal berichtet. (Siehe hier und hier) Gestern hat sie dann den absoluten Vogel abgeschlossen, ich glaube ich habe sie eine Minute lang mit offenem Mund und weit aufgerissenen Augen angestarrt, selten hatte ich einen solchen Kloß im Hals wie gestern.

Beim Schichtwechsel räumen wir die Tische ab. Auf einem liegt noch eine Broschüre von PeTA Kids "Warum veggie?" (hier als pdf-Datei). Ich finde die Broschüre gut gemacht, vor allem für Kinder, sie ist nicht zu brutal, informiert aber kurz und knackig über Grundgedanken und -ideen. Wie dem auch sei, ich habe mich gefreut, denn das Heft sah ziemlich zerlesen aus. Beim Reingehen zeigte ich es meine Kollegin und sagte, "Wie schön, ich hoffe hiermit hat jemand angefangen sich zu informieren." Ich blätterte es kurz durch und sie blickte kurz auf eine Grafik mit einer Wasser-Getreide-Fleich-Bilanz, ein Bild mit einem schwarzen, hungerndem Kind und der Überschrift "Veggie - für Menschenrechte. Weltweit hungern über 1 Milliarde Menschen" Und dann entwickelte sich folgender Dialog:

Sie: Ach, heißt das jetzt, wir sind auch noch Schuld daran, dass Kinder in Afrika hungern, oder was?
Ich: Öhm, naja. Das ist etwas vereinfacht ausgedrückt, aber ja, da gibt es durchaus Zusammenhänge.
Sie: (Seufzt und verdreht die Augen) Klar, D. Und wen hier ein Schmetterling mit den Flügeln schlägt, dann kommt auf der anderen Seite der Welt ein Sturm an.
Ich: Bitte? Hier geht es um wirtschaftliche Zusammenhänge. Zum Beispiel darum, dass reiche Länder in armen Ländern Getreide aufkaufen.
Sie: Na und, das ist doch nichts Neues.
Ich: Äh, wird das dadurch etwa besser?
Sie: Nö, aber dann sind die in Afrika oder sonstwo doch selbst Schuld wenn die das an Reiche verkaufen.
Ich: Was??? Die sind doch froh, dass die kurzfristig mal richtig Geld verdienen können. Meinst du nicht, dass die, die auch die Wahl haben verantwortlich dazu sind "nein" zu sagen? Wir bräuchten das doch eigentlich überhaupt nicht.
Sie: Was willst du mir eigentlich damit sagen? Dass wir jetzt auch kein Brot mehr essen sollen?

Wie gesagt, ich war in meinem Leben selten so sprachlos. Nachdem ich meinen Wut-Trauer-Verzweiflungs-Kloß hinunterwürgen konnte habe ich noch versucht ihr zu erklären, was es mit dem Getreide auf sich hat, aber da war eh schon alles verloren und sie hat mir nicht mehr zugehört.

Donnerstag, 4. August 2011

Making the Connection


Making the Connection (deutsch) from Fuente Vegana on Vimeo.

Gefällt mir... Vielseitig, postitiv und informativ. Mehr kann ich leider nicht dazu sagen, ich schnapp mir jetzt mein lecker Salätchen und muss dann weiter zur Arbeit. Mehr Informationen: Making the Connection.

Mittwoch, 3. August 2011

Juli Spende: Plant for the Planet

Anfang Juni hatte ich euch einen neuen Vorsatz vorgestellt - ein mal im Monat für eine Organisation zu spenden. Nun, ich bin ehrlich, ich habe es fast den gesamten Juli über vergessen. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben, heute möchte ich euch Plant for the Planet vorstellen.
Die Entstehungsgeschichte dieser Stiftung ist wirklich interessant und vor allem inspirierend. 2007 sollte der zu dem Zeitpunkt neun-jähre Felix Finkbeiner ein Referat über den Klimawandel halten. Er lernte, dass der Regenwald gerodet wird, Arten aussterben, Menschen hungern. Im Laufe seiner Recherche kam er von Friedens-Nobelpreisträgerin Wangari Maathai inspiriert auf die Idee dem Klimawandel mit dem Pflanzen von Bäumen entgegenzuwirken bzw. die schlechten Emissionen mit "gutem" Sauerstoff auszugleichen. Ziel sind eine Millionen Bäume pro Land. Die Idee wurde an seiner Schule in Angriff genommen umgesetzt und von vielen weiteren Schulen in Deutschland übernommen und auch in den Rest der Welt getragen. Felix und die anderen Kinder um ihn herum kritisieren, dass die Erwachsenen ihre Verantwortung gegenüber anderen Generationen nicht wahrnehmen und nur reden statt zu handeln. Neben Pflanzaktionen und Workshops entstand auch die Kampagne "stop talking, start plantig" die Felix und andere Kinder auf Fotos zeigt, wie sie gestandene Leute aus dem öffentlichen Leben, Wirtschaft, Politik usw. ihre Hand vor den Mund halten, eine weitere Aufforderung endlich zu handeln.
Felix geht zwar noch ganz normal zur Schule, reist aber trotzdem in verschiedene Länder um mit Schulen zusammenzuarbeiten, Kinder zu ermutigen oder auch mal auf der UN Vollversammlung zu sprechen und ruft die Verantwortlichen dazu auf endlich mal anzupacken.
  



Mir fehlt hier an manchen Stellen der Verweis darauf, nicht nur Gegenaktionen gegen Missstände zu starten, sondern auch eine konkrete Aufforderung eben diese zu stoppen oder umzugestalten, so das Gegenmaßnahmen gar nicht erst nötig wären. Trotzdem finde ich es faszinierend, mit wie viel Elan, Engagement und Ernsthaftigkeit Kinder sich für etwas einsetzen und den Erwachsenen ihre Fehler aufzeigen. Daran können sich vor allem nicht nur Kinder, sondern so manch anderer Erwachsener ein Beispiel nehmen.


Das Schöne ist: Ein gespendeter Euro ist gleich ein Baum. Zudem kann man auf der Homepage sehen, wo die Bäume gepflanzt werden. Wer auch spenden möchte, der kann das hier tun.