Also das hier ist vegan und feministisch. Weil sonst alles scheiße ist.
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Donnerstag, 23. August 2012

(Nicht so ganz) Vegan in Girona (und Umgebung)

Letzte Woche war ich fünf Tage mit zwei Freundinnen in der Gegend um Girona im Kurzurlaub. Eigentlich wollte ich nur Essensbilder posten, aber ehrlich gesagt war das (optisch) sehr unspektakulär. Außerdem hab ich an zwei Tagen auch mal unvegane Kleinigkeiten gegessen und an einem Tag gar nichts, außer morgens ein Baguette und nen Pfirsich. Das passt jetzt nicht sooo gut dazu, dass ich sagen wollte, dass es in Spanien, bzw. in Cataluña, eigentlich nicht so schwierig ist, sich vegan zu ernähren, wie mir vorher alle gesagt hatten. 

Was stimmt: Man muss sich vorbereiten! Happycow und Vegman sind treue Hilfmittel (Smartphone olé!), Essen vorbereiten und immer etwas mitnehmen sind fast ein Muss, sich vorher informieren, welche regionalen Gerichte vegan, oder leicht veganisierbar sind, erspart ewiges "¿Sin leche? Sin queso? Sin carne?", frisches Obst und Gemüse gibt es an jeder Ecke, genau so wie Pan con Tomate zum Standard-Restauantangebot gehört, nur vertrage ich nicht den ganzen Tag über Rohes (abends schon gar nicht) und so lecker Pan con Tomate auch ist (und ich habe es zu jeder Tageszeit gegessen!), irgendwann ist mal gut mit weißem Brot, Olivenöl und Tomate. Was man eigentlich immer Essen kann: Gazpacho, Tortas de Aceite (ist aber andalusisch und deswegen an der Costa Brava nicht gerade verbreitet), Salate (Käse/Fleisch/Fisch ließen sich immer abbestellen), verschiedene Tapas wie Patatas bravas (ohne Sauce!), frittierte Artischocken usw. Auch in kleinen Supermärkten habe ich Soja/Reis/Mandelmilch entdeckt, Bioläden sind mir eher selten begegnet. Dafür um so mehr Falafelläden. Und es gibt fast überall frischen O-Saft! Hin und wieder lässt sich auch mal Sorbet in den Eisdielen finden. Gerne gegessen von mir wurden auch die verschiedensten gerösteten Nüsse und wir haben sogar (zufällig) vegane Zimtkekese im Supermarkt entdeckt. 
Aaaaaaber: Bei uns hat leider nicht alles so super geklappt, da unser lieber Freund und Gastgeber es etwas zu gut meinte, uns viel zu viel auf einmal zeigen wollte und so irgendwie unsere eigenen Pläne torpediert hat. Alles, was er uns gezeigt hat, war auch wunderschön, aber nicht unbedingt kompatibel für unvorbereitete Veggies. ("Nee, wir fahren nicht mehr nach Hause, mein Freund spielt in Bisbal in ner Tapasbar ein Konzert" - der Tag, an dem ich nix gegessen habe.) So standen wir dann mehrmals in irgendwelchen Minidörfen oder krass touristischen Städten, in denen es nicht mal vegetarische Pizzen oder Tapas gab. Eine der beiden anderen ist übrigens Vegetarierin und die andere isst auch eher sehr selten Fleisch, gestresst hat uns das fast alle gleichermaßen.

Das Tolle ist: Die meisten Gerichte bestehen aus total einfachen Zutaten und klingen unspannend, sind aber deswegen so herausragend lecker, weil die einzelnen Zutaten einfach großartig sind! In einem Omni-Restaurant haben wir zum Beispiel Salate von der normalen Karte bestelllt, die ausschließlich aus Salat, Bohnen oder Kartoffeln, gebackenen Tomaten und Kräuteröl bestanden und unglaublich gut geschmeckt haben. Ich habe echt selten leckerere und fruchtigere Tomaten gegessen, das macht wahnsinnig viel aus!

In Barcelona ist veganes Essen übrigens kaum ein Problem. Da habe ich auch ohne zu suchen etwas zu Essen gefunden (sogar Eis!). Lediglich das Gopal haben wir gezielt angesteuert und das würde ich auch sofort weiterempfehlen. Hier gibt es klassische spanische Gerichte, aber auch Kuchen und Patties, Tofu etc. zum Mitnehmen. Veganes Eis gabs beim Stickhouse (Fruchteis oder Sojaeis, mit veganer Schokolade und Nüssen überzogen), Smoothies an jeder Ecke und viele andere vegetarisch/vegane Restaurants sind in der ganzen Stadt verteilt. 
Was mir auf der Rambla aufgefallen ist: Vor drei Jahren, als ich das letzte mal dort war, wurden in Straßenständen auf sehr unangenehme, quälerische Art und Weise verschiedenen Tiere verkauft (Küken, Hühner, Schildkröten...). Das war mir damals schon unheimlich. Dieses Jahr haben wir uns erst gefreut, weil wir keine gesehen haben. Das war aber leider etwas zu früh, ganz zum Schluss haben wir dann noch einen Stand entdeckt, der Küken, Schildkröten und Fische en masse, gequetscht in ungeschützen und fast auf dem Boden stehenden Käfigen verkauft hat. Verboten scheint es also nicht (ganz?) zu sein, ich werde das aber mal recherchieren.

In Girona selbt gibt es neben vegetarischen Läden übrigens auch zwei rein vegane Restaurants, Bionèctar und B12. Zwei total bescheuerte Namen, finde ich. Und auch ansonsten waren lange nicht so schön und gemütlich, wie die vielen anderen Cafés und Restaurants in Girona. Leider waren wir in keinem von beiden - an den ersten Tagen konnten wir nicht, weil wie oben beschrieben unser Plan sabotiert wurde und als wir dann vorbeigegangen sind, hatten tatsächlich beide ab genau diesem Tag Betriebsferien.

Insgesamt war es wunderschön, deswegen teile ich einfach mal auch essensunabhängige Fotos mit euch. (Werden beim Anklicken größer, Quali ist der der Wahnsinn, weil die alle mit meinem iPhone aufgenommen wurden.) 
Ich bin gespannt, was eure Erfahrungen im Urlaub und speziell in Spanien sind!

PS: Kennt jemand von euch eine gute vegane Sonnencreme? Ich hatte die von Alverde. Die war furchtbar, ließ sich nicht verteilen und bildete nur eine dicke, weiße Schicht auf meiner Haut.







































Dienstag, 24. Januar 2012

Essen in Omni-Restaurants

Grundsätzlich gehe ich eher selten in "gewöhnlichen" Restaurants essen, aber ab und zu kommt das mal vor, außerdem esse ich regelmäßig auf der Arbeit und lasse mich dort bekochen. Da macht man sich zwar auch hier und da über mich lustig und stellt die ein oder andere doofe Frage, bevorzugt während ich gerade esse, aber im Großen und Ganzen wird meine "Eigenheit" da schon respektiert. Ein paar Gerichte, die ich in unveganen Restaurants gegessen habe, sind also schon zusammen gekommen und ich führe die hier mal auf um zu zeigen, was so alles machbar sein kann.
Der Laden in dem ich arbeite hat zum Beispiel in fast jedem Gericht Fleisch/Fisch, oder eben Käse, trotzdem gibt es auch eine ganze Menge Gemüse und Salat. Meine Chefs sind Griechen, aber unsere Küchenbesetzung ist ziemlich multikulti, weswegen wir häufig zum Beispiel auch arabische oder asiatische Gerichte, bzw. Zutaten auf der Karte haben. Fotos habe ich leider kaum, aber ich finde die Liste liest sich ganz gut, zumindest vielseitiger als die meisten vermutlich denken würden!

  • Mit Steinpilzen gefüllte Ravioli in Tomatensauce und frischen Kräutern
  • Pasta mit Zuckererbsen, Kohlrabi und Möhren in Kokos-Curry Sauce
  • Spaghetti mit Mandel-Basilikum Pesto (tatsächlich ohne Parmesan!)
  • Spaghetti Aglio e Olio
  • Penne Arrabiata
  • Pasta mit Gemüse in Weißweinsud
  • Pasta mit karamellisierten Kirschtomaten und Rucola
  • Spaghetti mit Tomatensauce, Gemüse, Champignons und frischem Basilikum
  • Salat mit Fenchelgemüse und Safranreis
  • Mein Klassiker: Salat mit gegrilltem Gemüse und (Rosmarin)Kartoffeln
  • Salat mit Pommes
  • Feldsalat mit gemischtem Gemüse und Kartoffeldressing
  • Nudelsalat mit Chili-Öl, Pinienkernen, Rucola, getrockneten Tomaten, frischen Tomaten und Balsamico
  • Pizza mit Spinat, gegrillten Auberginen, Zucchini und Champignons
  • Pizza mit Champignons, Oliven und Peperoni (das war nicht meine, Oliven find ich eklig^^) 
  • Indisches Kichererbsencurry
  • Thai Curry mit Auberginen, Brechbohnen, Möhren, Reis und Erdnüssen (gibts auch mit Tofu)
  • Frittiertes Gemüse in Tempura
  • Veggie-Sushi: Makis mit Gurke oder Avodado, gegrillter Aubergine, Spinatsalat mit Sesamsauce, Miso-Suppe, frittierter Tofu... 
  • Falafel (ohne Joghurt-Sauce)
  • Briam (Ofengemüse) mit Bratkartoffeln
  • Cous Cous Salat mit Pastinaken
  • Zum Frühstück: Bagels/Brötchen mit Erdnussbutter oder Marmelade
  • Nicht immer, aber manchmal: Baklava

Die Pasta Gerichte dominieren natürlich, auch Kartoffeln kommen ziemlich häuig vor. Trotzdem ist das glaube ich eine ganz gute Auswahl. Manchmal muss man nur genau in die Karte gucken und sich trauen zu fragen, denn häufig gibt es mehr vegane Gerichte als man denkt. Vor allem gibt es hier und da Dinge, von denen man nicht gedacht hätte, dass die vegan sein können, wie zum Beispiel die Ravioli oder das Pesto. Allerdings gilt das auch andersherum, manchmal sind Dinge, die vegan ausssehen alles andere als das. Fragen ist also unerlässlich. Und natürlich ist es schöner, in rein vegetarisch/veganen Restaurants essen zu gehen, aber lässt sich ja nicht immer einrichten. Bei asiatischen Restaurants wird man dafür sehr leicht fündig. Und ja, ich bin auch schon das ein oder andere Mal auf die Nase gefallen, aber das kann passieren und beim nächsten Mal versucht man dann einfach den Fehler zu vermeiden.


Eine ähnliche (aber viel schönere) Zusammenstellung gibt es bei Totally Veg: Vegan im Restaurant

Donnerstag, 24. November 2011

Essen in Köln, lately

Ich will euch eigentlich echt nicht mit Werbung zu Köln is[s]t vegan zuspammen, aber in letzter Zeit habe ich, bzw. haben wir so gut gegessen, dass ich das einfach niemandem vorenthalten will! Also macht euch auf eine kleine Bilderflut gefasst, die ungefähr das einfängt, was man in Köln gerade so vegan schlemmen kann.

Brunch im AStA (Bericht)



















Less Talk More Cake im Blänke (Bericht)




















Suppen bei Mimi Kaminsky (Bericht)



















Cheesecake Brownie bei Signor Verde (Bericht)



















Frühstück im ecco (Homepage, Bericht folgt noch)



















Buffet im ecco (Homepage, Bericht folgt noch)

Beste Mousse au Chocolate von Welt!

Dienstag, 11. Oktober 2011

Köln is[s]t vegan!



















Einige von euch kennen bestimmt Hamburg is[s]t vegan oder Berlin is[s]t vegan. Vor ein paar Wochen schrieb ich Hanna an, die das Hamburg-Blog betreibt, ob sie Interesse daran hätte, dass Köln auch einsteigt. Ich habe Lust Resaturantkritiken etc. zu schreiben, fand aber, das passt einfach nicht mehr so gut hier auf mein Blog. Zufälligerweise war genau in dieser Woche ihr Freund nach Köln gezogen, der ebenfalls geplant hatte, das Projekt auf Köln zu erweitern. Wir haben uns getroffen, gut verstanden und beschlossen, das zusammen im Team zu machen. Nach einiger Herumprogrammiererei sind wir jetzt zwar immer noch nicht fertig und zufrieden mit dem Layout, aber es hat sich schon so viel Material gesammelt, dass wir einfach ungeduldig wurden und so langsam beginnen, trotz des unfertigen Designs  schon inhaltlich weiter zu machen.
So ging gestern das erste Posting online! Hanna und Milano waren im Trash Chic und haben Salat und Gyros gegessen. Das Trash liegt in der Nähe des AZ in Köln und das merkt man auch beim Ambiente, den anderen Gästen usw. In Köln war es meine erste Anlaufstelle für vegane Verpflegung. Es gibt vegetarisches und veganes Fast Food, aber auch Salate und Lasagnen, sogar mit veganem Käse.
Weiter gehen wird es mit Postings über andere Essensmöglichkeiten für Veganer, aber auch immer mal wieder über Demos, Voküs und andere verwandte Themen in und um Köln. Und ganz nebenbei sind wir auch vermutlich bald zu dritt...



Außerdem möchte ich euch an anderes Blog einer Neu-Veganerin empfehlen: Laura ist eine Freundin und langjährige Vegetarierin, die seit ein paar Jahren in Dänemark lebt, dort studiert und nun den Schritt zum Veganismus wagt. Zur Zeit schreiben wir ein bisschen hin und her und ich freue mich richtig, weil sie mich ein bisschen an mich selbst erinnert (ohje, wie kitschig^^), als ich vor ziemlich genau einem Jahr Vegetarierin und kurz darauf Veganerin wurde. In Dänemark scheint das noch alles nicht so einfach zu sein, aber zum Glück gibt es ja das Internet!