Soooo, seit gestern Abend bin ich wieder zu Hause in Köln und nach ein paar schönen Tagen der Ablenkung wartet nun wieder der Ernst des Lebens auf mich.
Berlin mochte ich ja schon immer, aber dieses Jahr habe ich mir die Stadt zum ersten Mal aus der Perspektive eines Veganers angesehen und ich bin begeistert! Zum einen listen ja schon
veganguide,
happycow und
berlin-vegan eine ganze Menge Restaurant, Cafés, Eisdielen usw. auf, die rein vegan, vegetarisch/vegan oder omnivor mit veganem Angebot sind. Wenn man nur zwei bis drei Tage dort ist, ist es unmöglich das ganze Angebot wahrzunehmen. Was mich aber zusätzlich auch noch erfreut hat ist, dass mir auch unabhängig von diesen Lokalitäten veganes Angebot begegnet ist. Mehrere Male bin ich an Schildern mit Aufschriften a lá "Veganes Menu: Pasta mit Gemüse und Salat, dazu Brot" oder "Vegane Pizza des Tages: Auberginen, Zucchini, Paprika und Rucola" vorbeigelaufen. Ich gebe zu, das war alles in Kreuzberg und Neukölln, also dort, wo es auch nachgefragt wird, aber genau das ist ja das schöne. Das wird wohl kaum in ganz Berlin so sein, aber an einigen Ecken ist es präsent und wird ganz natürlich mit in das Angebot aufgenommen.
Was ich hingegen schade fand, war dass die Bedienung bzw. das Servicepersonal meistens nicht gerade freundlich war. Ich habe ja beim Arbeiten auch selbst selten Lust darauf mit Gästen zu quatschen oder Interesse zu heucheln wenn nunmal keins oder sogar eine Ablehnung besteht. Ich bin aber wenigstens freundlich, lächle, mache mal einen Spaß oder sage an ganz schlechten Tagen zumindest "Danke", "Bitte", "Gerne", "Auf Wiedersehen, einen schönen Abend noch.", ohne, dass es mir schwer fällt. Nunja, schieben wir das mal auf eine andere Mentalität^^
Aber jetzt lasse ich einfach eine Bilderflut folgen.
Am ersten Abend war ich bin der lieben F. im
Café V. Sie hatte gebackene Aubergine mit Reis und Currysauce (vegatarisch, war aber auch mit veganem Käse möglich) und ich hatte Seitan-Gemüsebällchen mit Rosmarinkartoffeln, Brokkoli und Tomatensauce. Wir beide waren begeistert, die Preise lagen glaube ich zwischen sieben und acht Euro, das finde ich total in Ordnung. Service war ok und sehr freundlich und die Speisekarte war so vielseitig, dass wir uns wirklich kaum entscheiden konnten.
Am zweiten Abend haben wir gemeinsam gekocht. Ich habe einfach die
Fenchelsuppe und Bulgur-Bällchen gemacht, die ich schonmal für R. und T. gekocht habe. Total lecker, einfach und es kommt immer gut an.
Hier ein Beispiel für vegane Werbung am Wegrand :)
Daran erkennt man wohl, dass man auf dem richtigen Weg ist ;)
Das
Café Vux fand ich sehr hübsch, das Angebot war vielseitig und lecker, die Preise völlig in Ordnung. Ich hatte einen Bagel mit Salat, Tomate, Möhren und Hummos für 2,50€ und einen Smoothie aus Maracuja und Acai. Am Nachbartisch saß ein Pärchen "mittleren Alters" (klingt doof...) die neben den ganzen tätowierten Alternativen (klingt auch doof... :D) schon ziemlich herausgestochen sind. Die Zwei haben sich glaube ich fröhlich durch die Karte gegessen. Während ich da war hatten sie sich schon drei Stückchen Kuchen und einen Bagel geteilt, das erfreut natürlich!
Im
Cupcake habe ich mir dann noch einen tadaaaa Cupcake gegönnt. Schoko mit Vanille Topping, es war ein kleiner Himmel auf Erden. Dazu habe ich selbstgemachte Limonade mit Zitrone und Himbeere getrunken und für meine Freundinnen noch etwas zum Mitnehmen gekauft. Einen Peanutbutterbrownie und einmal Bananenbrot. Alles hat jeweils 2,50€ gekostet, lediglich für die Limo fand ich das etwas zu viel.
Danach bin ich schnell ins
Veni Vidi Vegi gesprungen und habe mir noch eine Hafermilch gekauft, auch hier fand ich den Besitzer (?) etwas komisch, ich fühlte mich da irgendwie leicht fehl am Platz...
Und weil ich Eis so liebe musste ich noch um die Ecke bei
Tanne B. vorbeischauen und ein Eis essen. Dort gibt es Milcheis, Sorbet und Sojaeis, alles selbstgemacht und bio. Ich habe mich für ein Himbeersorbet und ein Pistazieneis auf Sojabasis entschieden. Das Sorbet war total süß und fruchtig und auch das Pistazieneis hat mich umgehauen! Ich liebe Pistazien!
Was ich allerdings immer vergesse: das Hörnchen. Das ist mir jetzt nicht zum ersten Mal passiert, dass ich vergesse Eis im Becher zu bestellen. Aber vielleicht ist das Hörnchen ja sogar vegan dort?!


Mein letzter Halt war bei
mamo Falafel. Das Prinzip finde ich toll, man kann sich seine Falafel selbst zusammenstellen und bekommt sie in zwei verschiedenen Größen und entweder sofort in der Pitatasche oder in einer Schale mit Brot dazu. Weil ich absolut überfordert damit bin Dinge zu Essen, die auf allen Seiten herausquillen (Der Bagel im Vux hat mir schon arge Probleme bereitet), habe ich mich sehr darüber gefreut! Es gibt drei Sorten Falafel: Normal, Kräuter und Paprika, aus denen man ebenfalls auswählen kann. dazu noch verschiedenes Gemüse, einen Cous Cous Salat und verschiedene Saucen, alles vegan. Geschmeckt hat es toll! Eine kleine Schale kostet 3,50€ und eine große 5€. Ich hatte eine große, aber ich habe sie nicht wirklich voll gemacht, weil ich dann doch dachte "Nee, das ist jetzt einfach zu viel." Naja, beim nächsten Mal erst denken, dann bestellen. Ach und hier war das Mädel hinter der Theke auch total freundlich.



Beim nächsten Besuch werde ich versuchen die anderen Möglichkeiten abzuklappern, vieles habe ich einfach nicht geschafft. Auch ein Besuch im La Mano Verde war nicht drin, das war für uns einfach zu teuer. Ein Bericht über Halle folgt :)