Also das hier ist vegan und feministisch. Weil sonst alles scheiße ist.
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Mittwoch, 3. Oktober 2012

Tipps & Tricks beim Selbermachen: Kräuteröle & Lavendelsirup

Ich stehe gerade unter dem (außerordentlich gutem) Einfluss einer ganz speziellen Freundin. Diese Freundin macht gerne alles selbst. Ich habe irgendwann wieder damit aufgehört um mich vom Fertigessen-Wahnsinn beglücken lassen. Aber seit Kurzem hat sie mit den Spaß am Selbermachen wiedergebracht und jetzt bin ich im absoluten Fieber und stelle am laufenden Band Kräuteröle und verschiedene Sirupsorten mit Lavendel her. Ich bin da ja keine große Expertin, aber ich dachte mir, unter meinen LeserInnen gibt es bestimmt noch ein paar mehr, die da auch eher wenig Ahnung haben. Also habe ich mir überlegt mall ein kleines 101 zusammenzustellen.

Zutaten:

  • Lasst die normalen Supermärkte hinter euch! Schaut euch in eurer Stadt zum Beispiel auf Märkten, nach türkischen Supermärkten oder Gemüseständen um. Dort gibt es frische Kräuter wie Rosmarin und Thymian oft viel günstiger und ohne Plastikverpackung.
  • Auch (Oliven)öl gibt es in Asiashops oder türkischen Lebenmittelläden günstiger und vor allem auch in größere Mengen, z.B in 1 oder 1,5 l Kanistern. Wenn ihr mehrere Öle aufsetzt, braucht ihr dann nur einen oder zwei kaufen. So spart ihr Geld und Verpackung.
  • Ber der Internetrecherche wurden mir zuerst nur Apotheken genannt, als ich nach Lavendel gesucht habe. Da sollten 100g aber 28,90€ (!!!) kosten und die mussten erst bestellt werden. Als ich meine liebe Twitter Timeline fragte, stellte sich schnell heraus, dass Teeläden die deutlich günstigere Alternative sind. Dort gibt es 100g für  4,90€. In Onlineshops sind die Preise sogar noch niedriger, allerdings bezahlt ihr dort natürlich Porto und müsst etwas mehr Geduld haben. (Dragonspice, DaWanda)
  • Wenn ihr frische Kräuter kauft, solltet ihr diese unbedingt vorher ein paar Tage trocknen lassen. Das hat verschiedene Gründe: 1. Bei frischen Kräutern wird das Öl schnell trüb 2. Frische Kräuter können schimmelig werden, sobald sie nicht mehr vom Öl abgedeckt sind 3. getrocknete Kräuter geben ein viel stärkeres Aroma ab.


Equipment:

  • Ich habe ganz bewusst verschiedene Flaschen gekauft. Ich wollte testen, welche wofür am besten geignet sind. Kork hat sich als hübsch, aber nicht besonders dicht herausgestellt und ist logischerweise dann unsicher, wenn ihr die Flasche verschenken/transportieren wollt. Am liebsten mag ich die Flaschen mit Gummiflippverschluss bzw. Bügelverschluss. 
  • Unabhängig davon, was am besten funktioniert, habe ich schnell gemerkt, dass sich bei uns so allerllei Glasmüll ansammelt, den man nach dem Reinigen wiederverwenden könnte. Olivenölflaschen, Weißweinflaschen mit Drehverschluss, Fertigtomatensauce aus der Flasche, alte Landliebe Kuhmilchflaschen meiner Mitbewohnerin usw.
  • Wenn ihr keine alten Flaschen habt oder diese nicht benutzen wollt, könnt ihr natürlich auch neue kaufen. Für 1,50€ bis 2€ habe ich bei NanuNana Flaschen in zwei verschiedenen Größen mit Korkverschluss gesehen. Meine Lieblingsflaschen gibt es in einer ähnlichen Preiskategorie bei Xenos. (Wer die Niederlande in der Nähe hat: dort sind die noch mal günstiger.) Bestimmt gibt es auch in Kaufhäusern ähnliche Flaschen, aber die sind mit Sicherheit um einiges teurer.
  • Für den Sirup braucht ihr abgesehen von den Zutaten: einen Topf, ein Sieb und einen Trichter. Vielleicht auch eine Suppenkelle, wenn ihr wie ich mit nem Topf über nem kleinen Trichter nicht besonders gut zielen könnt.


Rezepte:
  • Für die Kräuteröle habe ich einfach in die Flaschen gehauen, worauf ich Lust hatte. Rosmarin, Thymian, Knoblauch (frisch), Pfefferkörner, Chili usw. Ihr könnt aber nehmen, was euch so einfällt. Estragon wäre bestimmt auch toll, genau so wie Basilikum, Fenchelsamen, Senfsamen, Zitronengras, Zitronenscheibe, Peperonici... Das alles dann einfach mit Olivenöl auffüllen. (Samen und Körner am besten vorher anstoßen.)
  • Neben den Kräuterölen habe ich auch noch ein Gewürzöl gemacht. Dazu habe ich Zimtstangen, Muskat, Anis, Nelken und Pfefferkörner mit Öl aufegfüllt. Ölivenöl eignet sich dafür eher nicht, leider kann ich mich nicht mehr genau erinnern, vermute aber, dass ich Sonnenblumenöl benutzt habe, würde im Nachhinein aber eher Rapsöl nehmen.
  • Für die Levendelsirupsorten habe ich mich an dieses Grundrezept gehalten. Aber ehrlich gesagt war mir da nur das Verhältnis von Zucker und Flüssigkeit wichtig. Als ich Zitronen kaufen wollte, sind mir die leckeren Orangen und Grapefruits aufgefallen. Und Minze eignet sich auch, genau so wie Trockenobst. Ideen: Lavendel-Orangen-Minz-, Cranberry oder Melone-Rosmarin-,  Ingwer-Holunder-Sirup... Oder Salbei-Zitronen-Pfeffer-Öl. Werdet kreativ und haut einfach in die Töpfe, worauf ihr Lust habt! 
  • Nie zu viele verschiedene Geschmackskomponenten verarbeiten. Ich habe mir drei Stück als Limit gesetzt. So bleiben alle Geschmacksrichtungen erhalten. (Ausnahme ist das Gewürzöl, da machts die Msichung. Genauso wie bei der Resteverwertung weiter unten)
  • Wichtig: Geduld! Die Öle sollten ca. drei Monate stehen. Ob kalt/hell/dunkel/warm, dazu kann ich noch nicht viel sagen und ich habe verschiedene Angaben dazu gefunden. Vielleicht ist mittel am besten ;) Der Sirup muss einen Tag durchziehen, bevor er abgefüllt wird, dann könnt ihr ihn aber sofort benutzen.
  • Pro-Tipp zum Sparen: als ich alle Sirupsorten abgefüllt habe, habe ich alle verwendeten Zutaten vom Einkochen aufgehoben. Also den ganzen Lavendel, Zitronen- & Orangenschalen etc. Das habe ich dann nochmal aufgekocht, zusammen mit allen möglichen Sachen, die ich noch in der Wohnung finden konnte. Salbei, Minze, Ingwer, Apfel.... Gesüßt habe ich nicht mit Zucker, sondern mit Agavendicksaft und Reissirup, weil es weg musste. Das lasse ich jetzt auch mindestens noch einen Tag lang ziehen. Ich hoffe, der Sud eigent sich später für Schorlen oder ähnliches. Auf jeden Fall solltet ihr nicht unterschätzen, wie intensiv Kräuter und Früchte sind, die geben oft mehr als ein mal Aroma ab. Wenn ihr also so viel wie möglich rausholen wollt, behaltet alle Zutaten aus dem ersten Vorgang und verwendet sie ein zweites Mal. (Ja, das verstößt auch gegen die 3-Geschmäcker-Regel, aber es ist ja auch ein Experiment ;) )

Einsatzbereiche:
  • Sirup: auf Sekt, im wasweißichfürnen Cocktail, auf Mineralwasser und Eis, im Gebäck, im Cupcakefrosting...
  • Kräuteröle: als Marinade, pur über Pasta, als Pesto-Grundlage...
  • Gewürzöl: Im Weihnachtsgebäck, im CousCous-Salat...
  • Als Geschenk. Deswegen habe ich direkt einen großen Vorrat gemacht, so habe ich auch zu spontanen Gelegenheiten etwas nettes und persönliches griffbereit.




















Wenn ihr noch mehr Tipps, Tricks & Ideen habt, immer her damit! :)

Dienstag, 24. Januar 2012

Essen in Omni-Restaurants

Grundsätzlich gehe ich eher selten in "gewöhnlichen" Restaurants essen, aber ab und zu kommt das mal vor, außerdem esse ich regelmäßig auf der Arbeit und lasse mich dort bekochen. Da macht man sich zwar auch hier und da über mich lustig und stellt die ein oder andere doofe Frage, bevorzugt während ich gerade esse, aber im Großen und Ganzen wird meine "Eigenheit" da schon respektiert. Ein paar Gerichte, die ich in unveganen Restaurants gegessen habe, sind also schon zusammen gekommen und ich führe die hier mal auf um zu zeigen, was so alles machbar sein kann.
Der Laden in dem ich arbeite hat zum Beispiel in fast jedem Gericht Fleisch/Fisch, oder eben Käse, trotzdem gibt es auch eine ganze Menge Gemüse und Salat. Meine Chefs sind Griechen, aber unsere Küchenbesetzung ist ziemlich multikulti, weswegen wir häufig zum Beispiel auch arabische oder asiatische Gerichte, bzw. Zutaten auf der Karte haben. Fotos habe ich leider kaum, aber ich finde die Liste liest sich ganz gut, zumindest vielseitiger als die meisten vermutlich denken würden!

  • Mit Steinpilzen gefüllte Ravioli in Tomatensauce und frischen Kräutern
  • Pasta mit Zuckererbsen, Kohlrabi und Möhren in Kokos-Curry Sauce
  • Spaghetti mit Mandel-Basilikum Pesto (tatsächlich ohne Parmesan!)
  • Spaghetti Aglio e Olio
  • Penne Arrabiata
  • Pasta mit Gemüse in Weißweinsud
  • Pasta mit karamellisierten Kirschtomaten und Rucola
  • Spaghetti mit Tomatensauce, Gemüse, Champignons und frischem Basilikum
  • Salat mit Fenchelgemüse und Safranreis
  • Mein Klassiker: Salat mit gegrilltem Gemüse und (Rosmarin)Kartoffeln
  • Salat mit Pommes
  • Feldsalat mit gemischtem Gemüse und Kartoffeldressing
  • Nudelsalat mit Chili-Öl, Pinienkernen, Rucola, getrockneten Tomaten, frischen Tomaten und Balsamico
  • Pizza mit Spinat, gegrillten Auberginen, Zucchini und Champignons
  • Pizza mit Champignons, Oliven und Peperoni (das war nicht meine, Oliven find ich eklig^^) 
  • Indisches Kichererbsencurry
  • Thai Curry mit Auberginen, Brechbohnen, Möhren, Reis und Erdnüssen (gibts auch mit Tofu)
  • Frittiertes Gemüse in Tempura
  • Veggie-Sushi: Makis mit Gurke oder Avodado, gegrillter Aubergine, Spinatsalat mit Sesamsauce, Miso-Suppe, frittierter Tofu... 
  • Falafel (ohne Joghurt-Sauce)
  • Briam (Ofengemüse) mit Bratkartoffeln
  • Cous Cous Salat mit Pastinaken
  • Zum Frühstück: Bagels/Brötchen mit Erdnussbutter oder Marmelade
  • Nicht immer, aber manchmal: Baklava

Die Pasta Gerichte dominieren natürlich, auch Kartoffeln kommen ziemlich häuig vor. Trotzdem ist das glaube ich eine ganz gute Auswahl. Manchmal muss man nur genau in die Karte gucken und sich trauen zu fragen, denn häufig gibt es mehr vegane Gerichte als man denkt. Vor allem gibt es hier und da Dinge, von denen man nicht gedacht hätte, dass die vegan sein können, wie zum Beispiel die Ravioli oder das Pesto. Allerdings gilt das auch andersherum, manchmal sind Dinge, die vegan ausssehen alles andere als das. Fragen ist also unerlässlich. Und natürlich ist es schöner, in rein vegetarisch/veganen Restaurants essen zu gehen, aber lässt sich ja nicht immer einrichten. Bei asiatischen Restaurants wird man dafür sehr leicht fündig. Und ja, ich bin auch schon das ein oder andere Mal auf die Nase gefallen, aber das kann passieren und beim nächsten Mal versucht man dann einfach den Fehler zu vermeiden.


Eine ähnliche (aber viel schönere) Zusammenstellung gibt es bei Totally Veg: Vegan im Restaurant

Freitag, 30. Dezember 2011

Weihnachtsfutterpost

Ich muss sagen, ich bin so richtig zufrieden mit unseren Weihnachtsessen. Wir haben am 24.12. mit unserer Mutter und ihrem Freund zusammen Racelette gemacht und das hat super geklappt. Nur unser Hefeschmelz ist nicht so hübsch geworden, der hatte wohl äh, zu viel Fett. Es gab verschiedene Kartoffelsorten, Paprika, Champignons, kleine Tomaten, Kohlrabi, Mörchen, Auberginen und Zucchini, den besagten Hefeschmelt, ein Arrabiata Pesto, eine Cashew-Curry Cocktailsauce, dazu Falafel aus Holland und Glücksterne aus dem Bioladen. Unsere Mutter und ihr Freund hatten dazu etwas Fleisch und Käse, haben aber alle unsere Sachen probiert und fanden alles lecker. Sogar den restlichen Hefeschmelz haben die beiden aufgehoben, um am nächsten Tag ein Essen damit zu machen. Auch die Sterne und Falafel kamen gut an. Als Dessert wollten wir eigentlich einen Beeren-Kokosmilch Pudding mit Zimtschneckenbröseln machen, aber es hat einfach nichts mehr reingepasst.
Wir haben übrigens das Racelette mit einem Stück Alufolie separiert, das hat gut funktioniert. Allerdings habe ich auch schon mit kleineren Raclette-Geräten gearbeitet und ob das da auch so gut geht, weiß ich nicht. Und noch ein Tipp für die Falafel: so weit es geht in Scheiben schneiden, oder einfach in zwei Hälften. So werden die auf dem Grill richtig schon kross.

























Am 25.12. gab es dann ein Festmahl mit dem größeren Teil der Familie. Meine Schwester und ich haben ab Mittags in der Küche gestanden und Bekki hat am 23. während ich noch arbeiten musste, sogar noch Kuchen und Kekse gebacken. So gab es dann einen Milchreiskuchen mit Mandeln und Granatapfel und der war soooo lecker! Außerdem verschiedene Sorten Kekse, unter anderem Vanillekipferl von Vegan Guerilla, die immer unfassbar gut ankommen.
Abends haben wir dann ein Buffet aufgebaut. Es gab Zwiebelsuppe, Süßkartoffelpommes, frittierte Champignons und Blumenkohl (der Teig ist aus vegan für alle von Björn Moschinski), dazu drei selbstzusammengeschusterte Dips: Tomate, Paprika-Kräuterbutter, Avocado-Cashew und eine Mayo, ebenfalls aus Björns Buch. Der Renner waren die Grünkernburger aus vegan lecker lecker. Die wurden regelrecht verschlungen. Außerdem gab es noch Apfel-Nelken Rotkohl, welchen ich nicht probiert habe, weil ich echt kein Rotkohlfan bin. Abschließend haben wir dann noch den Bratapfel gemacht, der ist einfach fantastisch!
























Was ich schön fand: Es wurde insgesamt nicht über das Essen und die Hintergründe geredet. Dazu habe ich auch einfach wirklich nicht immer Lust, egal, ob die Fragen jetzt ernst gemeint sind, oder nicht. Wir haben einfach den Abend und das Essen genossen. Jeder wusste vorher Bescheid wie es ablaufen wird und hätte Einspruch einlegen können, aber keiner hat es gemacht. Vor dem Nachhausegehen hat sich, wie immer, jeder etwas eingepackt und nach Hause mitgenommen.

Dienstag, 29. November 2011

For the Love of Chocolate


















So, ich habe die beste vegane Schokolade des Planeten gefunden! Wirklich! Ich war vorher schon ein Fan von moo free Schokolade, also von der einfachen "Vollmilchvariante". Meiner Meinung nach die Schokolade, die soger noch schokoladiger schmeckt als mein bisheriger Favorit Leckerlade. Leider noch ein bisschen teuer, aber dafür mit fair trade Zutaten und komplett bio. 
Was ich aber viel besser finde als normale Schoki: Schoki mit karamelisierten Haselnüssen! Daneben gibt es von moo free auch noch andere lustige Kombinationen mit Cranberrys oder Bananen, außerdem Adventskalender und Schokonikoläuse. Aber nix geht über Schokolade mit Krokant! 

Das hier ist eine absolute und aus freien Stücken geschriebene, unbezahlte, unbestochene, begeisterte Kaufempfehlung! Nachgehen könnt ihr der hier bei veganbasics.


Donnerstag, 24. November 2011

Essen in Köln, lately

Ich will euch eigentlich echt nicht mit Werbung zu Köln is[s]t vegan zuspammen, aber in letzter Zeit habe ich, bzw. haben wir so gut gegessen, dass ich das einfach niemandem vorenthalten will! Also macht euch auf eine kleine Bilderflut gefasst, die ungefähr das einfängt, was man in Köln gerade so vegan schlemmen kann.

Brunch im AStA (Bericht)



















Less Talk More Cake im Blänke (Bericht)




















Suppen bei Mimi Kaminsky (Bericht)



















Cheesecake Brownie bei Signor Verde (Bericht)



















Frühstück im ecco (Homepage, Bericht folgt noch)



















Buffet im ecco (Homepage, Bericht folgt noch)

Beste Mousse au Chocolate von Welt!

Montag, 26. September 2011

Unvegan im Steak Haus | alpro soya Himmel

Puh... Am Wochenende musste ich mich zum ersten Mal der Herausforderung stellen, von der ich wusste, dass sie sich bald stellen würde. Meine Oma hatte Geburtstag und zu solchen Anlässen gehen wir in der Regel in eins von vielleicht drei Restaurants in meiner Heimatstadt - ein Steak Haus. Noch dazu eins, dass für seine großen Fleischportionen bekannt ist. Ein Gericht besteht meist aus einem irgendwie gearteten Stück Fleisch, Sauce und Pommes. Mir ist auch vorher nie aufgefallen, wie absurd es ist ein Stück Fleisch mit Käse oder Speck zu "stopfen". Lammfilet gefüllt mit Schafskäse. Urgs. Nun denn. Im Vorhinein habe ich natürlich die Speisekarte gecheckt. Nach etwa 50 Fleisch- und Fischgerichten habe ich aufgehört zu zählen. Nicht mal die Vorspeisen kommen ohne Thunfisch oder Roast Beef aus, oder man nimmt eine Gulaschsuppe. Zwei vegetarische Gerichte gab es auf der Karte. Brokkoli und Blumenkohl mit Käse überbacken, dazu Salzkartoffeln und ein mal gemischtes Gemüse mit Spiegelei. 
Meine Schwester hat den Brokkoli bestellt, ich das gemischte Gemüse, ohne Spiegelei und mit Öl statt Butter. Auf weitere Erläuterungen habe ich aber verzichtet, weil ich erstens dachte, dass sei nicht notwendig und zweitens glaube, dass eh nicht jeder etwas mit großen Erläuterungen anfangen kann. Nun denn, das Gemüse kam ohne Butter, mit Öl und einem dicken Klecks Sauce Hollandaise. Ich habe es gegessen, zuerst habe ich versucht um die Sauce Hollandaise herum zu essen, weil ich mich damit einfach nicht wohl gefühlt habe. Aber letztlich ging es einfach nicht und ich habe nur die letzte in Sauce schwimmende Kartoffel liegen lassen. Zurückgeben kam für mich aber ehrlich gesagt nicht in Frage. Ich mag es einfach nicht vor meiner Familie, von der eh nur die Minderheit versteht was ich mache und warum, so einen Aufstand zu veranstalten und außerdem bin ich ziemlich sicher, dass der Extra-Wunsch-Teller eh im Müll gelandet wäre, davon hätte ja nun keiner etwas gehabt.


Als ich später zu meinem Freund nach Hause gegangen bin, habe ich dafür einen Speculoos alpro Pudding gegessen und zum Frühstück Schokoladen Vla, auch von alpro. Den Pudding gibt es glaube ich nur in Belgien, mein Freund hat ihn von einer Montage für mich mitgebracht. Das Vla gibt es in Holland. Ich habe als Kind Vla geliebt! Obwohl ich keine Ahnung habe, wo der Unterschied zu normalem Pudding besteht, aber egal! Als ich das vegane Vla entdeckt habe, bin ich beinahe ausgeflippt. Es gibt drei Sorten, Schoko, Vanille und Karamell. Ich denke, es ist langsam an der Zeit, eine Mail an alpro zu schicken, man bekommt ja bald Herzchenbluten, wenn man sieht, was die in Holland und Belgien alles für tolle Sachen haben, im Gegensatz zu Deutschland.

Sonntag, 14. August 2011

Vegane Vollkommenheit: VSD Dortmund

Ich habe ausgeschlafen, Kuchen, Eis und der gemischte Indische Teller sind verdaut, die Tombola-Gewinne sind im Kühlschrank verstaut, Sticker, Flyer und Buttons sind sortiert, die Tasse, T-Shirts und Pullover in den jeweiligen Schränken untergebracht (bzw. schon angezogen) und ich bin immer noch ein wenig glückselig und beduselt von gestern. 
Zombiekatze, eine Freundin von ihr und ich sind gestern gemeinsam zum Veggie Street Day nach Dortmund gefahren und wir haben uns dort noch mit Kathi und ihrem Freund getroffen. Ich behaupte jetzt einfach mal, es war für alle ein schöner Tag! Für mich ganz ehrlich ein Highlight der letzten paar Wochen (was angesichts meines Arbeitsplans, der Klausuren etc. auch nicht besonders schwer war, aber egal!).  Vermutlich könnte ich den ganzen Artikel hier mit Aufzählungen und Superlativen schreiben, aber ich gebe mir große Mühe, nicht zu überschwänglich zu werden.

Mir hat die Stimmung gut gefallen. Es hatte etwas von einem Stadtfest, nur, dass eben alles vegan war. Das Publikum war bunt durchmischt. Ja, tätowierte, gepiercte oder sonstwie auffällige Menschen waren im Vergleich zur deutschen Normalbevölkerung überproportinoal häufig vertreten. Aber das Schöne ist doch, wenn ein total zugehackter Typ neben einer Normalo-Omi mit Veggie Button zusammensitzt und sie plaudern, wenn bunte Hippies beinahe jeden mit "hey dich kenn ich, ich bin mit dir bei facebook befreundet!" anquatschen, wenn Kinder fröhlich durch die Gegend rennen und Autogramme sammeln, wenn die Veranstalter des Veggie Street Days, die Pioniere oder Aushängeschilder der veganen Szene wie Kim, Nessi, Christian Vagedes, Marc Pierschel usw. sich unters Volk mischen, wenn jeder mit jedem redet, wenn Ärzte gegen Tierversuche, Hof Butenland und der Slutwalk Stände auf der selben Veranstaltung haben, wenn es Essen, Kosmetik, Kleidung und Informationen gibt, wenn der Stand der Sea Shepherds so überfüllt ist, dass es am Ende das T-Shirt was ich haben wollte nicht mehr gab, wenn normale Samstagsshopper mal gucken was da so los ist, wenn Veganer aller Coleur, jeden Alters, jeder Gesinnung oder sonstigem Kontext zusammenarbeiten, wenn man von allen Seiten hört, dass es viel größer als letztes Jahr sei, wenn es grüne Säfte und Döner gibt, wenn bei Burger King nur die Toilette überfüllt ist. Na und da sind sie wieder, die Aufzählungen. 

Ansonsten kann ich mich nur Zombiekatzes Meinung anschließen, außerdem hat sie viel schönere und bessere Fotos als ich :) Ich bin froh sie gestern endlich mal kenengelernt zu haben, wo wir doch in der selben Stadt leben. Auch Kathi kennenzulernen war toll, wir haben uns alle gut verstanden und planen schon die nächsten gemeinsamen Treffen beim Brunchen im Cakes 'n' Treats oder in Köln. Ich kann es nicht anders sagen, das war einfach ein ganz wunderbarer Tag und es fühlt sich toll an, wenn man mit so vielen Menschen zusammen ist, die man wenig, gar nicht oder noch nicht kennt und nicht viel mehr weiß, als dass einen so etwas Wunderschönes wie das Vegansein verbindet. Ich möchte wirklich niemals wieder nicht vegan sein!

Und jetzt genug Kitsch, es folgen die Fotos!
Die werden durch Anklicken auch größer, irgendwie passen die hier nicht ordentlich in mein Format :(


Hof Butenland

Vegan Wonderland




























Chicks dig Vegans!
C




















Nessi


Alles-vegetarisch.de

peta2























Signor Verde










Montag, 18. Juli 2011

Gesammelte Essenswerke

Ihr erinnert euch ja vielleicht noch ein meine Frage nach türkischem Essen? Da habt ihr mir so viele tolle Tipps gegeben, dass wir zig verschiedene Sachen gekocht haben. Es gab Zucchinipuffer, gefüllte Aubergine, Börek mit Spinat und Tofufeta (der war suuuuuper!), Bulgur-Linsensalat, Joghurt-Knobisauce, Koreanderkartoffeln, theoretisch auch Köfte und natürlich Fladenbrot (äh, gekauftes). Alles Rezepte gibts bei Veganistan, nur die Böreks sind von Veganitäten. Zum Nachtisch sollte es dann noch das Helva von Erbse geben, wegen chronischer Überfüllung haben wir das aber einfach zu unserem Frühstück gemacht. Das lustige an dem Abend war aber eigentlich, das bei jedem (!) Rezept irgendwas schief gelaufen ist, jeder von uns hat irgendwas richtig blödes gemacht. Zu viel Salz, zu viel Knobi, Auberginen komplett falsch geschnitten, vertauschte Mengenangaben, Zutat vergessen usw. Aber irgendwie haben wir alles hinbekommen, aus den Köftes wurde dann eben ein Linsen-Bulgur-Salat, aber geschmeckt hat alles einfach toll! Nur muss ich gestehen - und das sage ich als großer Knoblauch-Fan - das war zu viel Knobi. Puh. Lecker, aber alles was ich am nächsten Tag gegessen habe, hatte einen Knobigeschmack.







































Dann habe ich vor einer Weile ganz tolle Nussecken gemacht. Das Rezept ist von Vegan Guerilla und ich kann euch sagen, die Dinger haben Suchtpotential. 





















Ein ganz tolles Essen für Tage mit wenig Zeit uns Lust: Fladenbrot-Pizza. Ein Fladenbrot halbieren, Pesto oder Tomatensauce als Grundlage nehmen und dann fröhhlich belegen. Hier einmal mit Pesto Arrabiata (scharf!) und einmal mit Rucolapesto (hui, intensiv) sowie als Belag mit gegrillter Zucchini, getrockneten Tomaten, Champignons und Semmelbrösel-Hefeflocken-Sesam-Gekrümel. Erfunden hats die liebe Mitbewohnerin und ich bin ihr auf ewig dankbar!




















So und nun wende ich mich wieder den wichtigen Dingen des Lebens (langweiliges Zeug auswendig lernen) zu. Aber ab morgen bin ich ja für ein paar Tage befreit und kann schön durchatmen. Auf der Arbeit natürlich...