Also das hier ist vegan und feministisch. Weil sonst alles scheiße ist.
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Dienstag, 24. Januar 2012

Essen in Omni-Restaurants

Grundsätzlich gehe ich eher selten in "gewöhnlichen" Restaurants essen, aber ab und zu kommt das mal vor, außerdem esse ich regelmäßig auf der Arbeit und lasse mich dort bekochen. Da macht man sich zwar auch hier und da über mich lustig und stellt die ein oder andere doofe Frage, bevorzugt während ich gerade esse, aber im Großen und Ganzen wird meine "Eigenheit" da schon respektiert. Ein paar Gerichte, die ich in unveganen Restaurants gegessen habe, sind also schon zusammen gekommen und ich führe die hier mal auf um zu zeigen, was so alles machbar sein kann.
Der Laden in dem ich arbeite hat zum Beispiel in fast jedem Gericht Fleisch/Fisch, oder eben Käse, trotzdem gibt es auch eine ganze Menge Gemüse und Salat. Meine Chefs sind Griechen, aber unsere Küchenbesetzung ist ziemlich multikulti, weswegen wir häufig zum Beispiel auch arabische oder asiatische Gerichte, bzw. Zutaten auf der Karte haben. Fotos habe ich leider kaum, aber ich finde die Liste liest sich ganz gut, zumindest vielseitiger als die meisten vermutlich denken würden!

  • Mit Steinpilzen gefüllte Ravioli in Tomatensauce und frischen Kräutern
  • Pasta mit Zuckererbsen, Kohlrabi und Möhren in Kokos-Curry Sauce
  • Spaghetti mit Mandel-Basilikum Pesto (tatsächlich ohne Parmesan!)
  • Spaghetti Aglio e Olio
  • Penne Arrabiata
  • Pasta mit Gemüse in Weißweinsud
  • Pasta mit karamellisierten Kirschtomaten und Rucola
  • Spaghetti mit Tomatensauce, Gemüse, Champignons und frischem Basilikum
  • Salat mit Fenchelgemüse und Safranreis
  • Mein Klassiker: Salat mit gegrilltem Gemüse und (Rosmarin)Kartoffeln
  • Salat mit Pommes
  • Feldsalat mit gemischtem Gemüse und Kartoffeldressing
  • Nudelsalat mit Chili-Öl, Pinienkernen, Rucola, getrockneten Tomaten, frischen Tomaten und Balsamico
  • Pizza mit Spinat, gegrillten Auberginen, Zucchini und Champignons
  • Pizza mit Champignons, Oliven und Peperoni (das war nicht meine, Oliven find ich eklig^^) 
  • Indisches Kichererbsencurry
  • Thai Curry mit Auberginen, Brechbohnen, Möhren, Reis und Erdnüssen (gibts auch mit Tofu)
  • Frittiertes Gemüse in Tempura
  • Veggie-Sushi: Makis mit Gurke oder Avodado, gegrillter Aubergine, Spinatsalat mit Sesamsauce, Miso-Suppe, frittierter Tofu... 
  • Falafel (ohne Joghurt-Sauce)
  • Briam (Ofengemüse) mit Bratkartoffeln
  • Cous Cous Salat mit Pastinaken
  • Zum Frühstück: Bagels/Brötchen mit Erdnussbutter oder Marmelade
  • Nicht immer, aber manchmal: Baklava

Die Pasta Gerichte dominieren natürlich, auch Kartoffeln kommen ziemlich häuig vor. Trotzdem ist das glaube ich eine ganz gute Auswahl. Manchmal muss man nur genau in die Karte gucken und sich trauen zu fragen, denn häufig gibt es mehr vegane Gerichte als man denkt. Vor allem gibt es hier und da Dinge, von denen man nicht gedacht hätte, dass die vegan sein können, wie zum Beispiel die Ravioli oder das Pesto. Allerdings gilt das auch andersherum, manchmal sind Dinge, die vegan ausssehen alles andere als das. Fragen ist also unerlässlich. Und natürlich ist es schöner, in rein vegetarisch/veganen Restaurants essen zu gehen, aber lässt sich ja nicht immer einrichten. Bei asiatischen Restaurants wird man dafür sehr leicht fündig. Und ja, ich bin auch schon das ein oder andere Mal auf die Nase gefallen, aber das kann passieren und beim nächsten Mal versucht man dann einfach den Fehler zu vermeiden.


Eine ähnliche (aber viel schönere) Zusammenstellung gibt es bei Totally Veg: Vegan im Restaurant

Freitag, 30. Dezember 2011

Weihnachtsfutterpost

Ich muss sagen, ich bin so richtig zufrieden mit unseren Weihnachtsessen. Wir haben am 24.12. mit unserer Mutter und ihrem Freund zusammen Racelette gemacht und das hat super geklappt. Nur unser Hefeschmelz ist nicht so hübsch geworden, der hatte wohl äh, zu viel Fett. Es gab verschiedene Kartoffelsorten, Paprika, Champignons, kleine Tomaten, Kohlrabi, Mörchen, Auberginen und Zucchini, den besagten Hefeschmelt, ein Arrabiata Pesto, eine Cashew-Curry Cocktailsauce, dazu Falafel aus Holland und Glücksterne aus dem Bioladen. Unsere Mutter und ihr Freund hatten dazu etwas Fleisch und Käse, haben aber alle unsere Sachen probiert und fanden alles lecker. Sogar den restlichen Hefeschmelz haben die beiden aufgehoben, um am nächsten Tag ein Essen damit zu machen. Auch die Sterne und Falafel kamen gut an. Als Dessert wollten wir eigentlich einen Beeren-Kokosmilch Pudding mit Zimtschneckenbröseln machen, aber es hat einfach nichts mehr reingepasst.
Wir haben übrigens das Racelette mit einem Stück Alufolie separiert, das hat gut funktioniert. Allerdings habe ich auch schon mit kleineren Raclette-Geräten gearbeitet und ob das da auch so gut geht, weiß ich nicht. Und noch ein Tipp für die Falafel: so weit es geht in Scheiben schneiden, oder einfach in zwei Hälften. So werden die auf dem Grill richtig schon kross.

























Am 25.12. gab es dann ein Festmahl mit dem größeren Teil der Familie. Meine Schwester und ich haben ab Mittags in der Küche gestanden und Bekki hat am 23. während ich noch arbeiten musste, sogar noch Kuchen und Kekse gebacken. So gab es dann einen Milchreiskuchen mit Mandeln und Granatapfel und der war soooo lecker! Außerdem verschiedene Sorten Kekse, unter anderem Vanillekipferl von Vegan Guerilla, die immer unfassbar gut ankommen.
Abends haben wir dann ein Buffet aufgebaut. Es gab Zwiebelsuppe, Süßkartoffelpommes, frittierte Champignons und Blumenkohl (der Teig ist aus vegan für alle von Björn Moschinski), dazu drei selbstzusammengeschusterte Dips: Tomate, Paprika-Kräuterbutter, Avocado-Cashew und eine Mayo, ebenfalls aus Björns Buch. Der Renner waren die Grünkernburger aus vegan lecker lecker. Die wurden regelrecht verschlungen. Außerdem gab es noch Apfel-Nelken Rotkohl, welchen ich nicht probiert habe, weil ich echt kein Rotkohlfan bin. Abschließend haben wir dann noch den Bratapfel gemacht, der ist einfach fantastisch!
























Was ich schön fand: Es wurde insgesamt nicht über das Essen und die Hintergründe geredet. Dazu habe ich auch einfach wirklich nicht immer Lust, egal, ob die Fragen jetzt ernst gemeint sind, oder nicht. Wir haben einfach den Abend und das Essen genossen. Jeder wusste vorher Bescheid wie es ablaufen wird und hätte Einspruch einlegen können, aber keiner hat es gemacht. Vor dem Nachhausegehen hat sich, wie immer, jeder etwas eingepackt und nach Hause mitgenommen.

Donnerstag, 24. November 2011

Essen in Köln, lately

Ich will euch eigentlich echt nicht mit Werbung zu Köln is[s]t vegan zuspammen, aber in letzter Zeit habe ich, bzw. haben wir so gut gegessen, dass ich das einfach niemandem vorenthalten will! Also macht euch auf eine kleine Bilderflut gefasst, die ungefähr das einfängt, was man in Köln gerade so vegan schlemmen kann.

Brunch im AStA (Bericht)



















Less Talk More Cake im Blänke (Bericht)




















Suppen bei Mimi Kaminsky (Bericht)



















Cheesecake Brownie bei Signor Verde (Bericht)



















Frühstück im ecco (Homepage, Bericht folgt noch)



















Buffet im ecco (Homepage, Bericht folgt noch)

Beste Mousse au Chocolate von Welt!

Samstag, 22. Oktober 2011

Lieblingsherbstgericht

Ich bin keine große Künstlerin in der Küche und ich bereite wirklich immer nur ziemlich einfache Gerichte zu, aber dieses hier war wirklich sehr, sehr lecker und deswegen will ich es mit euch teilen.
Statt Brokkoli kann man wohl besser Rosenkohl oder Grünkohl nehmen, das wäre noch herbstlicher, aber der Brokkoli musste nunmal weg. Ich habe Maronen in verschiedenen Gewürzen (Paprika, Chili, Ras el Hannout) und einem Stich Alsan in der Pfanne geröstet. Etwas später habe ich gekochte Gnocchis dazugegeben und zu allerletzt gedünsteten Brokkoli. Außerdem habe ich dann noch ein paar Pinienkerne über den Teller gestreut. Einfach und lecker!


Montag, 5. September 2011

Köln wird immer veganer!

Ich muss mich hier mal ganz kurz und knapp freuen! Was sich in der letzten Zeit hier in Köln tut, ist einfach toll! Nachdem ja letztes Jahr die Kölner Uni Mensa ein veganes Gericht pro Tag in ihr Angebot aufgenommen hat, ziehen nun die anderen Mensen, z.B. die Robert-Koch Mensa nach. Leider nicht an fünf, sondern nur an zwei Tagen die Woche, aber immerhin, die Nachfrage ist da! Es wird aber noch besser. 
Vor kurzem habe ich euch vom ecco erzählt, gestern teilte mir die Besitzerin mit, dass die veganen Gerichte bleiben und die Karte sogar weiter ausgebaut wird, unter anderem mit zwei (nicht nur eins, nein zwei!!!) festen veganen Frühstücken! 
Die nächste Neuigkeit bezieht sich ebenfalls auf "die wichtigste Mahlzeit des Tages": Das Well Being bietet ab dem 17.09. jeden Samstag ein veganes Frühstücksbuffet (unter Anderem mit Waffeln, Kuchen, Eis usw.) für 9,90€ an. Ich finde das wunderbar, denn die letzten Monate haben gezeigt, dass veganes Mittag- oder Abendessen ja beinahe überall irgendwie zu bekommen ist, wohingegen beim Frühstücken meist nicht mehr übrig bleibt als ein Brötchen mit Marmelade und etwas Obst. Ich gebe zu Brunch-Verabredungen etc. deswegen auch oft ge- und vermieden zu haben. 
Weiter gehts beim Signor Verde. Sein eigener Laden ist eigentlich nur von Mittwochs bis Samstags geöffnet (sehr schade für mich, da kann ich nämlich immer am schlechtesten), aber es läuft so gut, dass Sonntags ab sofort regelmäßig eine nahegelegene Pizzeria besetzt wird und es den ganzen lieben Tag vegane Pizza gibt.
Einen geldbeutelfreundlichen und auch geschmacklich absolut empfehlenswerten Abendschmaus gibt es seit Kurzem im gerade erst eröffneten Blänke. Für nur 6€ kann man sich am Abendbuffet, immer Mittwochs, mit verschiedenen Salaten, Dips, Gemüsespießen, Ofen-Kartoffeln, Suppe, einer Sorte Kuchen und so weiter und so fort den Bauch vollschlagen. Zombiekatze, Frau Springsfield, eine Freundin von ihr und ich haben es bereits getestet und für gut befunden! (Bericht folgt, ich warte noch auf eine Mail.) Ansonsten ist die Karte vegetarisch-vegan.
Passend dazu ist auch ein Artikel, der am Samstag im Magazin des Kölner Stadtanzeiger erschienen ist. Es werden vegetarische/vegane Restaurants/Cafés in Köln bewertet, knapp, aber positiv.
Übrigens versuche ich gerade die veganen Angebote in Köln auf veganguide zu aktualisieren. Aber hier tut sich so viel, so schnell, ich komme kaum hinterher. (Worüber ich mich im Leben nicht beklagen würden!)

Soso, und jetzt versuche ich mit der neuen Ausgabe von Kochen ohne Knochen noch etwas Sonne zu tanken.

Mittwoch, 31. August 2011

Essens-Tipp in Köln: ecco


Vor ein paar Tagen hat mir ein Freund erzählt, dass das ecco in der kölner Südstadt eine Karte extra für Veganer hat. Ich hatte tatsächlich bis dato noch nie vom ecco gehört, denn obwohl ich selbst in der Südstadt arbeite, bin ich sonst sehr selten dort unterwegs. Irgendwie passiert mir das auch gerade öfter. Ich dachte immer in Köln gibt es gar nicht so viel, aber Zombiekatze hat mir vom Blänke erzählt und seitdem entdecke ich das Kölner Veganleben ganz neu! 
Zu Hause angekommen habe ich mal ein bisschen recherchiert - und siehe da: es stimmt! Einen Tag später haben meine Mitbewohnerin und ich uns dort zum Mitagessen getroffen. Der Laden ist mir direkt positiv aufgefallen, draußen eine hübsche Terrasse und im Zentrum des Innenraums eine große und schön gestaltete Theke. Die Wände sind mit ziemlich kritisch und feministisch wirkenden Bildern geschmückt, die teils Collage, teils Gemälde sind.

Auf den Tischen lag neben der "normalen" Speise- und Getränkekarte eine separate. Auf der Frontseite stehen ein paar Vorteile der veganen Ernährung aufgelistet. Auch das ist mir sofort positiv aufgefallen. Genau wie die Diversität der angebotetenen veganen Gerichte. Mit sechs Gerichten an der Zahl ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei, inklusive einem Dessert. Zum Beispiel gibt es Grünkern Bolognse, ein deftiges Seitansteak oder einen fast ausschließlich rohköstlichen Teller (wenn man den Räuchertofu wegließe). Meine Mitbewohnerin und ich haben uns fest entschlossen uns nach dem Hauptgereicht auch noch die Creme Brûlée zu teilen (mit Lavendel, wie lecker klingt das denn?!), aber wir haben es einfach nicht mehr geschafft. Auf der linken Seite der Karte stehen ein paar Lebensmittel wie Grünkern, Quinoa usw. erklärt. Das finde ich immer angenehm, da ich schon in so manchen Restaurants mit den Zutaten etwas überfordert gewesen bin.
Nach dem leckeren Essen wurden wir gefragt ob alles okay sei, der Kellner hat uns dann erklärt, dass die Karte ganz neu sei und sie sich noch in der Testphase befänden und sie sich wirklich freuen, wenn von Veganern, Vegetariern und allen anderen ehrliches Feedback bekommt, weil das für den Koch noch so ungewohnt sei.

Überhaupt fand ich den Service auch sehr angenehm locker und aufmerksam. Ich hatte mich für das Tofusteak entschieden, nur war leider ein Teil der Beilagen nicht mehr da. So etwas macht mir ja persönlich nie etwas aus, wenn Bescheid gesagt wird, irgendetwas anderes wird sich da schon finden. Und so war es dann auch, statt Quinoa und Linsen bekam ich Vollkornreis und Dinkel, hat super geschmeckt!

Vorab hatte ich übrigens gefragt, ob man dort auch vegan frühstücken könne. Ich finde ja, Abend- oder Mittagessen ist überall irgendwie in vegan zu finden, aber frühstücken finde ich außerhalb sehr schwierig. Meist bleibt nur Brot, Marmelade und im besten Fall etwas Erdnussbutter oder Obst. Aber die Besitzerin versicherte mir, dass auch für Vegetarier und Veganer zum Frühstück oder sonntäglichen Brunch genug vorhanden sei (Käsealternativen, Aufstriche etc.), nur müsse man vorher bescheid sagen.

Fazit also: Leckeres Essen, durch und durch sympathisch! Wer damit klar kommt, dass auch Fleisch, Fisch und vegetarisches auf der Karte steht, der sollte hier die Nachfrage ankurbeln gehen! Außerdem plädiere ich für eine Aufnahme in den Veganguide.de!





















Links: 

Montag, 18. Juli 2011

Gesammelte Essenswerke

Ihr erinnert euch ja vielleicht noch ein meine Frage nach türkischem Essen? Da habt ihr mir so viele tolle Tipps gegeben, dass wir zig verschiedene Sachen gekocht haben. Es gab Zucchinipuffer, gefüllte Aubergine, Börek mit Spinat und Tofufeta (der war suuuuuper!), Bulgur-Linsensalat, Joghurt-Knobisauce, Koreanderkartoffeln, theoretisch auch Köfte und natürlich Fladenbrot (äh, gekauftes). Alles Rezepte gibts bei Veganistan, nur die Böreks sind von Veganitäten. Zum Nachtisch sollte es dann noch das Helva von Erbse geben, wegen chronischer Überfüllung haben wir das aber einfach zu unserem Frühstück gemacht. Das lustige an dem Abend war aber eigentlich, das bei jedem (!) Rezept irgendwas schief gelaufen ist, jeder von uns hat irgendwas richtig blödes gemacht. Zu viel Salz, zu viel Knobi, Auberginen komplett falsch geschnitten, vertauschte Mengenangaben, Zutat vergessen usw. Aber irgendwie haben wir alles hinbekommen, aus den Köftes wurde dann eben ein Linsen-Bulgur-Salat, aber geschmeckt hat alles einfach toll! Nur muss ich gestehen - und das sage ich als großer Knoblauch-Fan - das war zu viel Knobi. Puh. Lecker, aber alles was ich am nächsten Tag gegessen habe, hatte einen Knobigeschmack.







































Dann habe ich vor einer Weile ganz tolle Nussecken gemacht. Das Rezept ist von Vegan Guerilla und ich kann euch sagen, die Dinger haben Suchtpotential. 





















Ein ganz tolles Essen für Tage mit wenig Zeit uns Lust: Fladenbrot-Pizza. Ein Fladenbrot halbieren, Pesto oder Tomatensauce als Grundlage nehmen und dann fröhhlich belegen. Hier einmal mit Pesto Arrabiata (scharf!) und einmal mit Rucolapesto (hui, intensiv) sowie als Belag mit gegrillter Zucchini, getrockneten Tomaten, Champignons und Semmelbrösel-Hefeflocken-Sesam-Gekrümel. Erfunden hats die liebe Mitbewohnerin und ich bin ihr auf ewig dankbar!




















So und nun wende ich mich wieder den wichtigen Dingen des Lebens (langweiliges Zeug auswendig lernen) zu. Aber ab morgen bin ich ja für ein paar Tage befreit und kann schön durchatmen. Auf der Arbeit natürlich...

Donnerstag, 7. Juli 2011

Äh, noch ein Rezept-Tipp

Ich bin leider noch etwas zu unerfahren und unkreativ um mir regelmäßig tolle Rezepte selbst auszudenken. Deswegen habe ich eine riesige Linkliste auf meiner Festplatte abgespeichert, mit Rezepten, die ich gerne ausprobieren möchte. Gestern war ein Ratatouille von eatsmarter.de an der Reihe. Ich habe es nur ganz leicht abgewandelt (keinen Parmesan, sondern Hefeflocken und Sesam, nur zwei rote Paprika, die ich noch zu Hause hatte statt vier verschiedenen) und es hat ganz toll geschmeckt. Dazu habe ich mir noch ein bisschen Quinoa gemacht. Gleich gibt es nach der Uni und vor der Arbeit schnell die Reste und ich freue mich schon richtig darauf ;)




Donnerstag, 23. Juni 2011

Gefüllte Champignons

Mjam mjam! Ich habe Champignons mit Reis, Zucchini, Möhre, Knobi und Chili gefüllt und in Tomatensahne im Ofen gebacken. Ich hatte ja noch einen Rest Teese, aber ehrlich, das hätte ich auch weglassen können.



Montag, 20. Juni 2011

Der Halle-Bericht

Halle hat mich nun wirklich überrascht. Es gab veganes Essen, als wir keins erwarteten und in einem vegetarischen Restaurant wurde ich missbilligend beäugt und außerdem ist die Stadt viel schöner als ich erwartet habe.

Fast das erste nach meiner Ankunft war ein Treffen mit Saskia von walking between the lines bei La Karot. Das hat mich total gefreut, ich habe mich noch nie mit jemandem aus dem Internet getroffen, aber wenn die Chemie zu stimmen scheint kann man das ja machen. Und anscheinend kann ich mich auch im Internet noch auf meinen Menschenverstand verlassen, denn wir haben und auf Anhieb echt gut verstanden. A. ist auch mitgekommen und wir haben schön geplaudert über dieses und jenes und natürlich auch über das Vegansein. Wir haben uns dann noch ein Eis gegönnt, sind etwas durch die Stadt geschlendert und mussten uns dann doch verabschieden. Leider hatte ich an dem Tag meine Kamera im Rucksack vergessen, deswegen verweise ich an dieser Stelle einfach mal auf Saskias Posting, dem kann ich mich nämlich einfach so anschließen.

Am nächsten Tag haben wir in der Ökoase zu Mittag gegessen. Die Ökoase ist ein rein vegetarisches Restaurant, entspricht von der Einrichtung her nicht ganz meinem Geschmack, aber das soll ja nichts heißen. Die Überraschnung kam dann, als ich fragte, ob sie auf etwas veganes zu Essen hätten. Eher im Scherz habe ich hinzugefügt "Vielleicht ja sogar die Gemüse-Lasagne?" woraufhin ich einen herablassenden Blick und die Antwort "Na das glaube ich kaum, der Käse macht die Lasagne ja aus." erntete. A. und ich haben uns irritiert angesehen und ich wollte gerade sagen "Ach, ich dachte immer, das würde das Hackfleisch machen." als die Besitzerin hinzukam und mir die Tofu-Gemüsespieße empfahl. Sie war wirklich freundlich, also schluckte ich meinen Groll hinunter, wir bestellten, bezahlten und setzten uns nach draußen. Unser Essen kam recht zügig, meins mit dem Kommentar "Einmal die veganen Spieße", was mich hoffen ließ, dass der grüne Dip und die Salatsauce auch vegan waren. Auf der Karte standen die Spieße mit Chilisauce, also bin ich davon ausgegangen, dass diese vielleicht nicht vegan war und ich dafür eine andere bekommen habe. Ehrlich gesagt habe ich aber nicht mehr nachgefragt sondern einfach gegessen. Es war dann aber wirklich lecker! Besonders der Tofu schmeckte irgendwie anders (besser!) als wenn ich ihn selbst zubereite.



Animal Liberation Schmiererei noch zu erkennen ;)




































Abends haben wir selbstgekocht. Mal wieder die Fenchelsuppe (die ist aber auch lecker!) und Veggie Bolognese a lá Attilla Hildmann. Die WG war interessiert, hat unbefangen mitgegessen und alles für lecker befunden. (Haben sie zumindest gesagt ;) )







































Später waren wir auf einer Party in der Schäse (ich habe erst später herausgefunden, dass das französische Wort Chaise gemeint ist...) und es war richtig gut! Zugegebenermaßen musikalisch nicht so mein Ding, ich mag eher echte Instrumente und Herzblut in der Stimme als minimalistisches Gepiepse oder den ganzen anderen elektronischen Kram. Aber kann man ja mal machen und das Publikum war bunt gemischt aus allen Subkulturen und Altersgruppen zusammengesetzt, das gefällt mir immer. 
Die  Schäse bestand aus zwei Gebäuden und einer Art Garten. Eines der Gebäude ist wohl mal eine Wohnung oder ein Schuppen gewesen, es gab zwei Räume, einen Durchgangsbereich mit Theke und ziemlich viel Zugluft. Das andere Gebäude war wohl eine alte Villa mit Stuck, einem wunderschönen Treppengeländer usw. (abgeranzt aber schön^^). In einigen Räumen legten DJs auf, in einem anderen standen bestimmt 15-20 alte Ataris und Spielekonsolen, im nächsten Zimmer lagen einfach so Turn-Matratzen herum und im wieder nächsten wohnten glaube ich Leute... 
Draußen war alles total verwinkelt, es gab mehrere Bars, in der Luft zwischen den Bäumen hingen Lampen die aus Plastikbechern zusammengebastelt wurden, Diskokugeln, umgedrehte Regenschirme und anderer Kram. Es fing ziemlich stark an zu regnen und wir haben uns unter einer Imbissbude untergestellt. Schnell sahen A. und ich die Schilder: "Tofu-Nudelpfanne" und "Seitanburger".
Dann ergab sich ungefähr Folgendes: Neben uns stand ein Haufen Metaler die wir spontan fragten "Ah, esst ihr gerade den Veggie-Burger?" "Was?""Die vegetarischen Burger?" Geschmunzel und Glächter. "Nee, das ist Fleisch." Wir gehen also zum Koch und fragen ihn, ob es denn auch die vegetarischen Sachen von den Aushängeschildern gibt und er sagt "Jaja, hier ist alles vegan. Was so aussieht wie Fleisch ist Glutamat, das ist so ein Ersatz." Ich wäre fast hinten rüber gekippt vor Lachen! A. hat sich dann noch einen Burger, der eigentlich eher ein Sandwich war geholt und mich mal probieren lassen. Es war wirklich lecker, leider war ich aber noch total mit Bolognese vollgestopft...
Später wurde uns übrigens erzählt, dass normalerweise nur eins der Gebäude geöffnet hat und das auch draußen sonst nicht so viel los ist. Aber das "Reileck" (?) hat zehn-jähriges Bestehen gefeiert. Gut für uns!
Das musste natürlich festgehalten werden ;)




















Übrigens habe ich noch etwas entdeckt. Die Naschmadame ist nirgendwo online gelistet, obwohl sie aber im Schaufenster auch mit veganem oder allergenfreiem Gebäck, Cupcakes, Catering etc. wirbt. Ihr Laden sieht von außen wunderschön kitschig aus und ich bin selbstverständlich hineingegangen, aber dann kam die Enttäuschung: veganes, glutenfreies oder sonstirgendwie "außergewöhnliches" muss mindestens zwei Tage vorher vorbestellt werden. Wenn ich in Halle wohnen würde, würde ich da so oft Sachen vorbestellen, dass es sich lohnen würde, die ins reguläre Angebot mit aufzunehmen^^ Immerhin können das ja auch nicht-Veganer essen, also sollte es doch kein Problem sein die Sachen loszuwerden. Naja, beim nächsten Besuch bestell ich mir ne Ladung Cupcakes :)

Ich Habe Halle wirklich lieb gewonnen. Dank meiner neuerworbenen Bahncard werde ich mir jetzt wohl in Zukunft öfter eine Fahrt nach Berlin und Halle gönnen und die Abwechslung zu Köln genießen.

Sonntag, 19. Juni 2011

Der Berlin-Bericht

Soooo, seit gestern Abend bin ich wieder zu Hause in Köln und nach ein paar schönen Tagen der Ablenkung wartet nun wieder der Ernst des Lebens auf mich.
Berlin mochte ich ja schon immer, aber dieses Jahr habe ich mir die Stadt zum ersten Mal aus der Perspektive eines Veganers angesehen und ich bin begeistert! Zum einen listen ja schon veganguide,  happycow und berlin-vegan eine ganze Menge Restaurant, Cafés, Eisdielen usw. auf, die rein vegan, vegetarisch/vegan oder omnivor mit veganem Angebot sind. Wenn man nur zwei bis drei Tage dort ist, ist es unmöglich das ganze Angebot wahrzunehmen. Was mich aber zusätzlich auch noch erfreut hat ist, dass mir auch unabhängig von diesen Lokalitäten veganes Angebot begegnet ist. Mehrere Male bin ich an Schildern mit Aufschriften a lá "Veganes Menu: Pasta mit Gemüse und Salat, dazu Brot" oder "Vegane Pizza des Tages: Auberginen, Zucchini, Paprika und Rucola" vorbeigelaufen. Ich gebe zu, das war alles in Kreuzberg und Neukölln, also dort, wo es auch nachgefragt wird, aber genau das ist ja das schöne. Das wird wohl kaum in ganz Berlin so sein, aber an einigen Ecken ist es präsent und wird ganz natürlich mit in das Angebot aufgenommen.
Was ich hingegen schade fand, war dass die Bedienung bzw. das Servicepersonal meistens nicht gerade freundlich war. Ich habe ja beim Arbeiten auch selbst selten Lust darauf mit Gästen zu quatschen oder Interesse zu heucheln wenn nunmal keins oder sogar eine Ablehnung besteht. Ich bin aber wenigstens freundlich, lächle, mache mal einen Spaß oder sage an ganz schlechten Tagen zumindest "Danke", "Bitte", "Gerne", "Auf Wiedersehen, einen schönen Abend noch.", ohne, dass es mir schwer fällt. Nunja, schieben wir das mal auf eine andere Mentalität^^

Aber jetzt lasse ich einfach eine Bilderflut folgen.


Am ersten Abend war ich bin der lieben F. im Café V. Sie hatte gebackene Aubergine mit Reis und Currysauce (vegatarisch, war aber auch mit veganem Käse möglich) und ich hatte Seitan-Gemüsebällchen mit Rosmarinkartoffeln, Brokkoli und Tomatensauce. Wir beide waren begeistert, die Preise lagen glaube ich zwischen sieben und acht Euro, das finde ich total in Ordnung. Service war ok und sehr freundlich und die Speisekarte war so vielseitig, dass wir uns wirklich kaum entscheiden konnten.






Am zweiten Abend haben wir gemeinsam gekocht. Ich habe einfach die Fenchelsuppe und Bulgur-Bällchen gemacht, die ich schonmal für R. und T. gekocht habe. Total lecker, einfach und es kommt immer gut an.



Hier ein Beispiel für vegane Werbung am Wegrand :)



Daran erkennt man wohl, dass man auf dem richtigen Weg ist ;)



Das Café Vux fand ich sehr hübsch, das Angebot war vielseitig und lecker, die Preise völlig in Ordnung. Ich hatte einen Bagel mit Salat, Tomate, Möhren und Hummos für 2,50€ und einen Smoothie aus Maracuja und Acai. Am Nachbartisch saß ein Pärchen "mittleren Alters" (klingt doof...) die neben den ganzen tätowierten Alternativen (klingt auch doof... :D) schon ziemlich herausgestochen sind. Die Zwei haben sich glaube ich fröhlich durch die Karte gegessen. Während ich da war hatten sie sich  schon drei Stückchen Kuchen und einen Bagel geteilt, das erfreut natürlich!




Im Cupcake habe ich mir dann noch einen tadaaaa Cupcake gegönnt. Schoko mit Vanille Topping, es war ein kleiner Himmel auf Erden. Dazu habe ich selbstgemachte Limonade mit Zitrone und Himbeere getrunken und für meine Freundinnen noch etwas zum Mitnehmen gekauft. Einen Peanutbutterbrownie und einmal Bananenbrot. Alles hat jeweils 2,50€ gekostet, lediglich für die Limo fand ich das etwas zu viel.



Danach bin ich schnell ins Veni Vidi Vegi gesprungen und habe mir noch eine Hafermilch gekauft, auch hier fand ich den Besitzer (?) etwas komisch, ich fühlte mich da irgendwie leicht fehl am Platz... 
Und weil ich Eis so liebe musste ich noch um die Ecke bei Tanne B. vorbeischauen und ein Eis essen. Dort gibt es Milcheis, Sorbet und Sojaeis, alles selbstgemacht und bio. Ich habe mich für ein Himbeersorbet und ein Pistazieneis auf Sojabasis entschieden. Das Sorbet war total süß und fruchtig und auch das Pistazieneis hat mich umgehauen! Ich liebe Pistazien! 
Was ich allerdings immer vergesse: das Hörnchen. Das ist mir jetzt nicht zum ersten Mal passiert, dass ich vergesse Eis im Becher zu bestellen. Aber vielleicht ist das Hörnchen ja sogar vegan dort?!



Mein letzter Halt war bei mamo Falafel. Das Prinzip finde ich toll, man kann sich seine Falafel selbst zusammenstellen und bekommt sie in zwei verschiedenen Größen und entweder sofort in der Pitatasche oder in einer Schale mit Brot dazu. Weil ich absolut überfordert damit bin Dinge zu Essen, die auf allen Seiten herausquillen (Der Bagel im Vux hat mir schon arge Probleme bereitet), habe ich mich sehr darüber gefreut! Es gibt drei Sorten Falafel: Normal, Kräuter und Paprika, aus denen man ebenfalls auswählen kann. dazu noch verschiedenes Gemüse, einen Cous Cous Salat und verschiedene Saucen, alles vegan. Geschmeckt hat es toll! Eine kleine Schale kostet 3,50€ und eine große 5€. Ich hatte eine große, aber ich habe sie nicht wirklich voll gemacht, weil ich dann doch dachte "Nee, das ist jetzt einfach zu viel." Naja, beim nächsten Mal erst denken, dann bestellen. Ach und hier war das Mädel hinter der Theke auch total freundlich.




Beim nächsten Besuch werde ich versuchen die anderen Möglichkeiten abzuklappern, vieles habe ich einfach nicht geschafft. Auch ein Besuch im La Mano Verde war nicht drin, das war für uns einfach zu teuer. Ein Bericht über Halle folgt :)