Also das hier ist vegan und feministisch. Weil sonst alles scheiße ist.
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Mittwoch, 3. Oktober 2012

Tipps & Tricks beim Selbermachen: Kräuteröle & Lavendelsirup

Ich stehe gerade unter dem (außerordentlich gutem) Einfluss einer ganz speziellen Freundin. Diese Freundin macht gerne alles selbst. Ich habe irgendwann wieder damit aufgehört um mich vom Fertigessen-Wahnsinn beglücken lassen. Aber seit Kurzem hat sie mit den Spaß am Selbermachen wiedergebracht und jetzt bin ich im absoluten Fieber und stelle am laufenden Band Kräuteröle und verschiedene Sirupsorten mit Lavendel her. Ich bin da ja keine große Expertin, aber ich dachte mir, unter meinen LeserInnen gibt es bestimmt noch ein paar mehr, die da auch eher wenig Ahnung haben. Also habe ich mir überlegt mall ein kleines 101 zusammenzustellen.

Zutaten:

  • Lasst die normalen Supermärkte hinter euch! Schaut euch in eurer Stadt zum Beispiel auf Märkten, nach türkischen Supermärkten oder Gemüseständen um. Dort gibt es frische Kräuter wie Rosmarin und Thymian oft viel günstiger und ohne Plastikverpackung.
  • Auch (Oliven)öl gibt es in Asiashops oder türkischen Lebenmittelläden günstiger und vor allem auch in größere Mengen, z.B in 1 oder 1,5 l Kanistern. Wenn ihr mehrere Öle aufsetzt, braucht ihr dann nur einen oder zwei kaufen. So spart ihr Geld und Verpackung.
  • Ber der Internetrecherche wurden mir zuerst nur Apotheken genannt, als ich nach Lavendel gesucht habe. Da sollten 100g aber 28,90€ (!!!) kosten und die mussten erst bestellt werden. Als ich meine liebe Twitter Timeline fragte, stellte sich schnell heraus, dass Teeläden die deutlich günstigere Alternative sind. Dort gibt es 100g für  4,90€. In Onlineshops sind die Preise sogar noch niedriger, allerdings bezahlt ihr dort natürlich Porto und müsst etwas mehr Geduld haben. (Dragonspice, DaWanda)
  • Wenn ihr frische Kräuter kauft, solltet ihr diese unbedingt vorher ein paar Tage trocknen lassen. Das hat verschiedene Gründe: 1. Bei frischen Kräutern wird das Öl schnell trüb 2. Frische Kräuter können schimmelig werden, sobald sie nicht mehr vom Öl abgedeckt sind 3. getrocknete Kräuter geben ein viel stärkeres Aroma ab.


Equipment:

  • Ich habe ganz bewusst verschiedene Flaschen gekauft. Ich wollte testen, welche wofür am besten geignet sind. Kork hat sich als hübsch, aber nicht besonders dicht herausgestellt und ist logischerweise dann unsicher, wenn ihr die Flasche verschenken/transportieren wollt. Am liebsten mag ich die Flaschen mit Gummiflippverschluss bzw. Bügelverschluss. 
  • Unabhängig davon, was am besten funktioniert, habe ich schnell gemerkt, dass sich bei uns so allerllei Glasmüll ansammelt, den man nach dem Reinigen wiederverwenden könnte. Olivenölflaschen, Weißweinflaschen mit Drehverschluss, Fertigtomatensauce aus der Flasche, alte Landliebe Kuhmilchflaschen meiner Mitbewohnerin usw.
  • Wenn ihr keine alten Flaschen habt oder diese nicht benutzen wollt, könnt ihr natürlich auch neue kaufen. Für 1,50€ bis 2€ habe ich bei NanuNana Flaschen in zwei verschiedenen Größen mit Korkverschluss gesehen. Meine Lieblingsflaschen gibt es in einer ähnlichen Preiskategorie bei Xenos. (Wer die Niederlande in der Nähe hat: dort sind die noch mal günstiger.) Bestimmt gibt es auch in Kaufhäusern ähnliche Flaschen, aber die sind mit Sicherheit um einiges teurer.
  • Für den Sirup braucht ihr abgesehen von den Zutaten: einen Topf, ein Sieb und einen Trichter. Vielleicht auch eine Suppenkelle, wenn ihr wie ich mit nem Topf über nem kleinen Trichter nicht besonders gut zielen könnt.


Rezepte:
  • Für die Kräuteröle habe ich einfach in die Flaschen gehauen, worauf ich Lust hatte. Rosmarin, Thymian, Knoblauch (frisch), Pfefferkörner, Chili usw. Ihr könnt aber nehmen, was euch so einfällt. Estragon wäre bestimmt auch toll, genau so wie Basilikum, Fenchelsamen, Senfsamen, Zitronengras, Zitronenscheibe, Peperonici... Das alles dann einfach mit Olivenöl auffüllen. (Samen und Körner am besten vorher anstoßen.)
  • Neben den Kräuterölen habe ich auch noch ein Gewürzöl gemacht. Dazu habe ich Zimtstangen, Muskat, Anis, Nelken und Pfefferkörner mit Öl aufegfüllt. Ölivenöl eignet sich dafür eher nicht, leider kann ich mich nicht mehr genau erinnern, vermute aber, dass ich Sonnenblumenöl benutzt habe, würde im Nachhinein aber eher Rapsöl nehmen.
  • Für die Levendelsirupsorten habe ich mich an dieses Grundrezept gehalten. Aber ehrlich gesagt war mir da nur das Verhältnis von Zucker und Flüssigkeit wichtig. Als ich Zitronen kaufen wollte, sind mir die leckeren Orangen und Grapefruits aufgefallen. Und Minze eignet sich auch, genau so wie Trockenobst. Ideen: Lavendel-Orangen-Minz-, Cranberry oder Melone-Rosmarin-,  Ingwer-Holunder-Sirup... Oder Salbei-Zitronen-Pfeffer-Öl. Werdet kreativ und haut einfach in die Töpfe, worauf ihr Lust habt! 
  • Nie zu viele verschiedene Geschmackskomponenten verarbeiten. Ich habe mir drei Stück als Limit gesetzt. So bleiben alle Geschmacksrichtungen erhalten. (Ausnahme ist das Gewürzöl, da machts die Msichung. Genauso wie bei der Resteverwertung weiter unten)
  • Wichtig: Geduld! Die Öle sollten ca. drei Monate stehen. Ob kalt/hell/dunkel/warm, dazu kann ich noch nicht viel sagen und ich habe verschiedene Angaben dazu gefunden. Vielleicht ist mittel am besten ;) Der Sirup muss einen Tag durchziehen, bevor er abgefüllt wird, dann könnt ihr ihn aber sofort benutzen.
  • Pro-Tipp zum Sparen: als ich alle Sirupsorten abgefüllt habe, habe ich alle verwendeten Zutaten vom Einkochen aufgehoben. Also den ganzen Lavendel, Zitronen- & Orangenschalen etc. Das habe ich dann nochmal aufgekocht, zusammen mit allen möglichen Sachen, die ich noch in der Wohnung finden konnte. Salbei, Minze, Ingwer, Apfel.... Gesüßt habe ich nicht mit Zucker, sondern mit Agavendicksaft und Reissirup, weil es weg musste. Das lasse ich jetzt auch mindestens noch einen Tag lang ziehen. Ich hoffe, der Sud eigent sich später für Schorlen oder ähnliches. Auf jeden Fall solltet ihr nicht unterschätzen, wie intensiv Kräuter und Früchte sind, die geben oft mehr als ein mal Aroma ab. Wenn ihr also so viel wie möglich rausholen wollt, behaltet alle Zutaten aus dem ersten Vorgang und verwendet sie ein zweites Mal. (Ja, das verstößt auch gegen die 3-Geschmäcker-Regel, aber es ist ja auch ein Experiment ;) )

Einsatzbereiche:
  • Sirup: auf Sekt, im wasweißichfürnen Cocktail, auf Mineralwasser und Eis, im Gebäck, im Cupcakefrosting...
  • Kräuteröle: als Marinade, pur über Pasta, als Pesto-Grundlage...
  • Gewürzöl: Im Weihnachtsgebäck, im CousCous-Salat...
  • Als Geschenk. Deswegen habe ich direkt einen großen Vorrat gemacht, so habe ich auch zu spontanen Gelegenheiten etwas nettes und persönliches griffbereit.




















Wenn ihr noch mehr Tipps, Tricks & Ideen habt, immer her damit! :)

Donnerstag, 23. August 2012

(Nicht so ganz) Vegan in Girona (und Umgebung)

Letzte Woche war ich fünf Tage mit zwei Freundinnen in der Gegend um Girona im Kurzurlaub. Eigentlich wollte ich nur Essensbilder posten, aber ehrlich gesagt war das (optisch) sehr unspektakulär. Außerdem hab ich an zwei Tagen auch mal unvegane Kleinigkeiten gegessen und an einem Tag gar nichts, außer morgens ein Baguette und nen Pfirsich. Das passt jetzt nicht sooo gut dazu, dass ich sagen wollte, dass es in Spanien, bzw. in Cataluña, eigentlich nicht so schwierig ist, sich vegan zu ernähren, wie mir vorher alle gesagt hatten. 

Was stimmt: Man muss sich vorbereiten! Happycow und Vegman sind treue Hilfmittel (Smartphone olé!), Essen vorbereiten und immer etwas mitnehmen sind fast ein Muss, sich vorher informieren, welche regionalen Gerichte vegan, oder leicht veganisierbar sind, erspart ewiges "¿Sin leche? Sin queso? Sin carne?", frisches Obst und Gemüse gibt es an jeder Ecke, genau so wie Pan con Tomate zum Standard-Restauantangebot gehört, nur vertrage ich nicht den ganzen Tag über Rohes (abends schon gar nicht) und so lecker Pan con Tomate auch ist (und ich habe es zu jeder Tageszeit gegessen!), irgendwann ist mal gut mit weißem Brot, Olivenöl und Tomate. Was man eigentlich immer Essen kann: Gazpacho, Tortas de Aceite (ist aber andalusisch und deswegen an der Costa Brava nicht gerade verbreitet), Salate (Käse/Fleisch/Fisch ließen sich immer abbestellen), verschiedene Tapas wie Patatas bravas (ohne Sauce!), frittierte Artischocken usw. Auch in kleinen Supermärkten habe ich Soja/Reis/Mandelmilch entdeckt, Bioläden sind mir eher selten begegnet. Dafür um so mehr Falafelläden. Und es gibt fast überall frischen O-Saft! Hin und wieder lässt sich auch mal Sorbet in den Eisdielen finden. Gerne gegessen von mir wurden auch die verschiedensten gerösteten Nüsse und wir haben sogar (zufällig) vegane Zimtkekese im Supermarkt entdeckt. 
Aaaaaaber: Bei uns hat leider nicht alles so super geklappt, da unser lieber Freund und Gastgeber es etwas zu gut meinte, uns viel zu viel auf einmal zeigen wollte und so irgendwie unsere eigenen Pläne torpediert hat. Alles, was er uns gezeigt hat, war auch wunderschön, aber nicht unbedingt kompatibel für unvorbereitete Veggies. ("Nee, wir fahren nicht mehr nach Hause, mein Freund spielt in Bisbal in ner Tapasbar ein Konzert" - der Tag, an dem ich nix gegessen habe.) So standen wir dann mehrmals in irgendwelchen Minidörfen oder krass touristischen Städten, in denen es nicht mal vegetarische Pizzen oder Tapas gab. Eine der beiden anderen ist übrigens Vegetarierin und die andere isst auch eher sehr selten Fleisch, gestresst hat uns das fast alle gleichermaßen.

Das Tolle ist: Die meisten Gerichte bestehen aus total einfachen Zutaten und klingen unspannend, sind aber deswegen so herausragend lecker, weil die einzelnen Zutaten einfach großartig sind! In einem Omni-Restaurant haben wir zum Beispiel Salate von der normalen Karte bestelllt, die ausschließlich aus Salat, Bohnen oder Kartoffeln, gebackenen Tomaten und Kräuteröl bestanden und unglaublich gut geschmeckt haben. Ich habe echt selten leckerere und fruchtigere Tomaten gegessen, das macht wahnsinnig viel aus!

In Barcelona ist veganes Essen übrigens kaum ein Problem. Da habe ich auch ohne zu suchen etwas zu Essen gefunden (sogar Eis!). Lediglich das Gopal haben wir gezielt angesteuert und das würde ich auch sofort weiterempfehlen. Hier gibt es klassische spanische Gerichte, aber auch Kuchen und Patties, Tofu etc. zum Mitnehmen. Veganes Eis gabs beim Stickhouse (Fruchteis oder Sojaeis, mit veganer Schokolade und Nüssen überzogen), Smoothies an jeder Ecke und viele andere vegetarisch/vegane Restaurants sind in der ganzen Stadt verteilt. 
Was mir auf der Rambla aufgefallen ist: Vor drei Jahren, als ich das letzte mal dort war, wurden in Straßenständen auf sehr unangenehme, quälerische Art und Weise verschiedenen Tiere verkauft (Küken, Hühner, Schildkröten...). Das war mir damals schon unheimlich. Dieses Jahr haben wir uns erst gefreut, weil wir keine gesehen haben. Das war aber leider etwas zu früh, ganz zum Schluss haben wir dann noch einen Stand entdeckt, der Küken, Schildkröten und Fische en masse, gequetscht in ungeschützen und fast auf dem Boden stehenden Käfigen verkauft hat. Verboten scheint es also nicht (ganz?) zu sein, ich werde das aber mal recherchieren.

In Girona selbt gibt es neben vegetarischen Läden übrigens auch zwei rein vegane Restaurants, Bionèctar und B12. Zwei total bescheuerte Namen, finde ich. Und auch ansonsten waren lange nicht so schön und gemütlich, wie die vielen anderen Cafés und Restaurants in Girona. Leider waren wir in keinem von beiden - an den ersten Tagen konnten wir nicht, weil wie oben beschrieben unser Plan sabotiert wurde und als wir dann vorbeigegangen sind, hatten tatsächlich beide ab genau diesem Tag Betriebsferien.

Insgesamt war es wunderschön, deswegen teile ich einfach mal auch essensunabhängige Fotos mit euch. (Werden beim Anklicken größer, Quali ist der der Wahnsinn, weil die alle mit meinem iPhone aufgenommen wurden.) 
Ich bin gespannt, was eure Erfahrungen im Urlaub und speziell in Spanien sind!

PS: Kennt jemand von euch eine gute vegane Sonnencreme? Ich hatte die von Alverde. Die war furchtbar, ließ sich nicht verteilen und bildete nur eine dicke, weiße Schicht auf meiner Haut.







































Dienstag, 24. Januar 2012

Essen in Omni-Restaurants

Grundsätzlich gehe ich eher selten in "gewöhnlichen" Restaurants essen, aber ab und zu kommt das mal vor, außerdem esse ich regelmäßig auf der Arbeit und lasse mich dort bekochen. Da macht man sich zwar auch hier und da über mich lustig und stellt die ein oder andere doofe Frage, bevorzugt während ich gerade esse, aber im Großen und Ganzen wird meine "Eigenheit" da schon respektiert. Ein paar Gerichte, die ich in unveganen Restaurants gegessen habe, sind also schon zusammen gekommen und ich führe die hier mal auf um zu zeigen, was so alles machbar sein kann.
Der Laden in dem ich arbeite hat zum Beispiel in fast jedem Gericht Fleisch/Fisch, oder eben Käse, trotzdem gibt es auch eine ganze Menge Gemüse und Salat. Meine Chefs sind Griechen, aber unsere Küchenbesetzung ist ziemlich multikulti, weswegen wir häufig zum Beispiel auch arabische oder asiatische Gerichte, bzw. Zutaten auf der Karte haben. Fotos habe ich leider kaum, aber ich finde die Liste liest sich ganz gut, zumindest vielseitiger als die meisten vermutlich denken würden!

  • Mit Steinpilzen gefüllte Ravioli in Tomatensauce und frischen Kräutern
  • Pasta mit Zuckererbsen, Kohlrabi und Möhren in Kokos-Curry Sauce
  • Spaghetti mit Mandel-Basilikum Pesto (tatsächlich ohne Parmesan!)
  • Spaghetti Aglio e Olio
  • Penne Arrabiata
  • Pasta mit Gemüse in Weißweinsud
  • Pasta mit karamellisierten Kirschtomaten und Rucola
  • Spaghetti mit Tomatensauce, Gemüse, Champignons und frischem Basilikum
  • Salat mit Fenchelgemüse und Safranreis
  • Mein Klassiker: Salat mit gegrilltem Gemüse und (Rosmarin)Kartoffeln
  • Salat mit Pommes
  • Feldsalat mit gemischtem Gemüse und Kartoffeldressing
  • Nudelsalat mit Chili-Öl, Pinienkernen, Rucola, getrockneten Tomaten, frischen Tomaten und Balsamico
  • Pizza mit Spinat, gegrillten Auberginen, Zucchini und Champignons
  • Pizza mit Champignons, Oliven und Peperoni (das war nicht meine, Oliven find ich eklig^^) 
  • Indisches Kichererbsencurry
  • Thai Curry mit Auberginen, Brechbohnen, Möhren, Reis und Erdnüssen (gibts auch mit Tofu)
  • Frittiertes Gemüse in Tempura
  • Veggie-Sushi: Makis mit Gurke oder Avodado, gegrillter Aubergine, Spinatsalat mit Sesamsauce, Miso-Suppe, frittierter Tofu... 
  • Falafel (ohne Joghurt-Sauce)
  • Briam (Ofengemüse) mit Bratkartoffeln
  • Cous Cous Salat mit Pastinaken
  • Zum Frühstück: Bagels/Brötchen mit Erdnussbutter oder Marmelade
  • Nicht immer, aber manchmal: Baklava

Die Pasta Gerichte dominieren natürlich, auch Kartoffeln kommen ziemlich häuig vor. Trotzdem ist das glaube ich eine ganz gute Auswahl. Manchmal muss man nur genau in die Karte gucken und sich trauen zu fragen, denn häufig gibt es mehr vegane Gerichte als man denkt. Vor allem gibt es hier und da Dinge, von denen man nicht gedacht hätte, dass die vegan sein können, wie zum Beispiel die Ravioli oder das Pesto. Allerdings gilt das auch andersherum, manchmal sind Dinge, die vegan ausssehen alles andere als das. Fragen ist also unerlässlich. Und natürlich ist es schöner, in rein vegetarisch/veganen Restaurants essen zu gehen, aber lässt sich ja nicht immer einrichten. Bei asiatischen Restaurants wird man dafür sehr leicht fündig. Und ja, ich bin auch schon das ein oder andere Mal auf die Nase gefallen, aber das kann passieren und beim nächsten Mal versucht man dann einfach den Fehler zu vermeiden.


Eine ähnliche (aber viel schönere) Zusammenstellung gibt es bei Totally Veg: Vegan im Restaurant

Freitag, 30. Dezember 2011

Weihnachtsfutterpost

Ich muss sagen, ich bin so richtig zufrieden mit unseren Weihnachtsessen. Wir haben am 24.12. mit unserer Mutter und ihrem Freund zusammen Racelette gemacht und das hat super geklappt. Nur unser Hefeschmelz ist nicht so hübsch geworden, der hatte wohl äh, zu viel Fett. Es gab verschiedene Kartoffelsorten, Paprika, Champignons, kleine Tomaten, Kohlrabi, Mörchen, Auberginen und Zucchini, den besagten Hefeschmelt, ein Arrabiata Pesto, eine Cashew-Curry Cocktailsauce, dazu Falafel aus Holland und Glücksterne aus dem Bioladen. Unsere Mutter und ihr Freund hatten dazu etwas Fleisch und Käse, haben aber alle unsere Sachen probiert und fanden alles lecker. Sogar den restlichen Hefeschmelz haben die beiden aufgehoben, um am nächsten Tag ein Essen damit zu machen. Auch die Sterne und Falafel kamen gut an. Als Dessert wollten wir eigentlich einen Beeren-Kokosmilch Pudding mit Zimtschneckenbröseln machen, aber es hat einfach nichts mehr reingepasst.
Wir haben übrigens das Racelette mit einem Stück Alufolie separiert, das hat gut funktioniert. Allerdings habe ich auch schon mit kleineren Raclette-Geräten gearbeitet und ob das da auch so gut geht, weiß ich nicht. Und noch ein Tipp für die Falafel: so weit es geht in Scheiben schneiden, oder einfach in zwei Hälften. So werden die auf dem Grill richtig schon kross.

























Am 25.12. gab es dann ein Festmahl mit dem größeren Teil der Familie. Meine Schwester und ich haben ab Mittags in der Küche gestanden und Bekki hat am 23. während ich noch arbeiten musste, sogar noch Kuchen und Kekse gebacken. So gab es dann einen Milchreiskuchen mit Mandeln und Granatapfel und der war soooo lecker! Außerdem verschiedene Sorten Kekse, unter anderem Vanillekipferl von Vegan Guerilla, die immer unfassbar gut ankommen.
Abends haben wir dann ein Buffet aufgebaut. Es gab Zwiebelsuppe, Süßkartoffelpommes, frittierte Champignons und Blumenkohl (der Teig ist aus vegan für alle von Björn Moschinski), dazu drei selbstzusammengeschusterte Dips: Tomate, Paprika-Kräuterbutter, Avocado-Cashew und eine Mayo, ebenfalls aus Björns Buch. Der Renner waren die Grünkernburger aus vegan lecker lecker. Die wurden regelrecht verschlungen. Außerdem gab es noch Apfel-Nelken Rotkohl, welchen ich nicht probiert habe, weil ich echt kein Rotkohlfan bin. Abschließend haben wir dann noch den Bratapfel gemacht, der ist einfach fantastisch!
























Was ich schön fand: Es wurde insgesamt nicht über das Essen und die Hintergründe geredet. Dazu habe ich auch einfach wirklich nicht immer Lust, egal, ob die Fragen jetzt ernst gemeint sind, oder nicht. Wir haben einfach den Abend und das Essen genossen. Jeder wusste vorher Bescheid wie es ablaufen wird und hätte Einspruch einlegen können, aber keiner hat es gemacht. Vor dem Nachhausegehen hat sich, wie immer, jeder etwas eingepackt und nach Hause mitgenommen.