Also das hier ist vegan und feministisch. Weil sonst alles scheiße ist.

Montag, 12. Dezember 2011

Weihnachten wird vegan

Am 24. feiern meine Schwester und ich Weihnachten zusammen mit unserer Mutter. Dort wird es Racelette geben, das habe ich hier ja schon geschrieben. Am 25. sind wir dann mit unserem Vater bei unseren Großeltern, außerdem kommt noch die Familie von unserem Onkel. Letzte Woche hat unser Vater uns dann gefragt, ob Bekki und ich an dem Abend für alle kochen würden. Da habe ich mich natürlich total gefreut, kurz darauf war ich aber etwas verunsichert, weil wir das einfach so entschieden haben. Da ich weiß, dass mein Onkel und meine Cousins eher wenig bis gar nicht an diesem Thema interessiert sind oder es irgendwie nicht nachvollziehen können, fand ich es etwas unfair, eine solche Umstellung einfach über ihre Köpfe hinweg zu entscheiden. Also habe ich gestern nachgehakt, ob es in Ordnung ist, wenn wir ausschließlich vegan kochen, oder ob meine Schwester und ich nur für uns etwas machen sollen. Heute Morgen kam die Antwort und nun steht fest: Das Abendessen am 25.12. wird komplett vegan! Juhuuu! 
Ich bin wirklich dankbar, dafür, dass ich so eine tolle Familie habe.

Bekki und ich haben uns folgendes Menu ausgedacht:
  • Zwiebel-Lauch Suppe
  • Grünkernfrikadellen
  • Süßkartoffelpommes
  • gebackene Champignons (à la Björn Moschinksi)
  • drei Dips: Tomate, Guacamole, Mayo (à la Björn Moschinksi)
  • Apfel-Rotkohl
  • Salat und etwas Rohkost
  • Marzipan-Spekuloos Bratäpfel

Nächste Woche wird dann erst mal in der WG Probe gekocht, morgen Abend backe ich mit der Zombiekatze und Frau Springsfield zusammen Kekse und am 18.12. ist auch wieder der wundervolle Brunch im Blänke. Ich bin was das betrifft zur Zeit gerade wirklich zufrieden!

Wie sehen eure Weihnachtspläne bisher aus?

Samstag, 3. Dezember 2011

End Marriage Discrimination

Ich glaube, als ich so ungefähr 12 Jahre alt war, hab eich im Fernsehen ein Bericht gesehen, in dem auf der ganzen Welt Menschen gefragt wurden "Was für ein Bund ist die Ehe für Sie?" Noch bevor die ersten Menschen befragt wurden, war meine intuitive Antwort "Na, eine Verbindung von Menschen, die sich lieben." Umso erstaunter war ich, dass die am häufigsten gegebenene Antwort "Ein Bund zwischen Mann und Frau" war. Ich kannte bis dato kein einziges nicht-hetero Pärchen und hatte mir auch noch niemals Gedanken darüber gemacht, warum man als schwules oder lesbisches Paar heiraten oder nicht heiraten darf. Meine Einstellung dazu hat sich seitdem aber eigentlich kaum geändert, ich verstehe einfach nicht, wieso sie das nicht dürfen sollten. Was spricht dagegen? Unsere Familenwerte werden zerstört? Also bitte! Was ist mit den Menschen, die sich scheiden lassen, sogar mehr als ein mal? Die zerstören auch "Familen Werte" und bringen das "Grundgerüst unserer Gesellschaft, die den Familienzusammenhalt braucht" mindestens genau so ins Wanken. (Achtung, Ironie...) Wollen wir jetzt Scheidungen verbieten oder erschweren, oder vielleicht die Anzahl der Hochzeiten pro Person begrenzen?
Wenn ich das mal plump herleiten darf: Ist nicht das Problem viel eher, das alles, was nicht hetero ist, in unserer Gesellschaft als Abweichung von der Norm betrachtet wird? Mann und Frau ist normal, weil die ja biologisch gesehen Kinder bekommen können. Mann und Mann oder Frau und Frau "entsprechen nicht der Natur". Ich bin entsetzt, dass dieses Denken immer noch vorherscht. Homosexualität hat so viel wie andere "Orientierungen" eine Tradition, die so lang ist, wie die Existenz der Menschheit. Nicht nur das, auch unter Tieren gibt es eine Vielzahl von gleichgeschöechtlichen Sexualakten. Homophobie gibt es jedoch nur in einer Spezies. Bei den Menschen.

Ich bin grundsäztlich kein Fan von der Ehe selbst. Aber ich will ja auch nicht Päpstin werden, nur das Recht darauf will ich haben. Es muss nicht jeder heiraten, aber es soll jeder dürfen. Dadurch, dass man homosexuellen Partnerschaften bis heute von dem Recht "richtiger" Ehen ausschließt, stigmatisiert man sie, schließt sie aus und definiert sie immer noch als abnormal. Die gehören nicht dazu. Das ist nicht richtig so. Die machen mir Angst. Die sollen kein Teil von uns sein. Die hatten doch noch nie richtigen Sex und können das nicht wissen. Das ist bestimmt nur eine Phase.

Eine wunderbare Idee mit gängigen Voruteilen aufzuräumen und zu zeigen, dass Liebe einfach Liebe ist, hatte die autralische NGO GetUp! Dort ist übrigens ein Großteil der Bevölkerung für eine Gleichberechtigung in Fragen der Ehe, während die Premierministerin Julia Gillard der Meinung ist, ein solcher Schritt würde mit den Traditionen der Kultor kollidieren. (Quelle)
Traditionen finde ich ja besonders toll, ein absolutes Totschlagargument. Ich halte es da eher mit Thomas Morus: "Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern die Weitergabe der Flamme."



Donnerstag, 1. Dezember 2011

Ich als Praktikantin bei...

Ihr kennt ja bestimmt das wunderbare Kochen ohne Knochen Magazin?! Wenn nicht, kann ich es euch nur wärmstens ans Herz legen, ich freue mich auf jede neue Ausgabe, weil dort viele schöne Infos rund um die Themen Vegetarismus und Veganismus drinstehen, Interviews mit interessanten Menschen, Büchertipps, Rückblicke auf veggie-Ereignisse,  Ernährungstheorien, bzw. Ratschläge für Vegetarier und Veganer und ganz viele tolle andere Sachen. Der Grund warum ich das hier so ausufernd ausführe ist, dass ich ab diesem Monat ein mal pro Woche ein bisschen in der Redaktion von Kochen ohne Knochen aushelfen werde und freue mich wie ein kleines Kind darüber :) Für mich ist das eine tolle Gelegenheit mal die Redaktion einer Zeitschrift von innen kennenzulernen und dann auch noch mit Themen arbeiten zu können, die mich interessieren. Ich bin wirklich gespannt darauf, was ich inhaltlich und methodisch in den kommenden Wochen/Monaten lernen werde! Zu verdanken habe ich das übrigens der lieben Frau Holle, die mir den Kontakt vermittelt hat.

Außerdem bewerbe ich mich gerade für einen anderen Nebenjob, weil ich einfach keine Lust mehr auf Kellnern habe. Die langen Schichten, nachts arbeiten, Fleisch en masse verkaufen, immer anstrengender werdende Gäste bedienen und dabei höflich bleiben... Irgendwie hab ich das Gefühl, die Zeit ist jetzt mal vorbei und ich muss Praxiserfahrung sammeln in einem Arbeitsfeld, in dem ich mir vorstellen kann auch nach dem Studium tätig zu sein. Ich werde zwar vermutlich finanzielle Abstriche machen müssen, aber das ist es für mich gerade wirklich wert.

So, das war eindeutig genug Persönliches in den letzten Tagen, demnächst geht es hier wieder etwas ernsthafter zur Sachen :)