Also das hier ist vegan und feministisch. Weil sonst alles scheiße ist.

Mittwoch, 3. August 2011

Juli Spende: Plant for the Planet

Anfang Juni hatte ich euch einen neuen Vorsatz vorgestellt - ein mal im Monat für eine Organisation zu spenden. Nun, ich bin ehrlich, ich habe es fast den gesamten Juli über vergessen. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben, heute möchte ich euch Plant for the Planet vorstellen.
Die Entstehungsgeschichte dieser Stiftung ist wirklich interessant und vor allem inspirierend. 2007 sollte der zu dem Zeitpunkt neun-jähre Felix Finkbeiner ein Referat über den Klimawandel halten. Er lernte, dass der Regenwald gerodet wird, Arten aussterben, Menschen hungern. Im Laufe seiner Recherche kam er von Friedens-Nobelpreisträgerin Wangari Maathai inspiriert auf die Idee dem Klimawandel mit dem Pflanzen von Bäumen entgegenzuwirken bzw. die schlechten Emissionen mit "gutem" Sauerstoff auszugleichen. Ziel sind eine Millionen Bäume pro Land. Die Idee wurde an seiner Schule in Angriff genommen umgesetzt und von vielen weiteren Schulen in Deutschland übernommen und auch in den Rest der Welt getragen. Felix und die anderen Kinder um ihn herum kritisieren, dass die Erwachsenen ihre Verantwortung gegenüber anderen Generationen nicht wahrnehmen und nur reden statt zu handeln. Neben Pflanzaktionen und Workshops entstand auch die Kampagne "stop talking, start plantig" die Felix und andere Kinder auf Fotos zeigt, wie sie gestandene Leute aus dem öffentlichen Leben, Wirtschaft, Politik usw. ihre Hand vor den Mund halten, eine weitere Aufforderung endlich zu handeln.
Felix geht zwar noch ganz normal zur Schule, reist aber trotzdem in verschiedene Länder um mit Schulen zusammenzuarbeiten, Kinder zu ermutigen oder auch mal auf der UN Vollversammlung zu sprechen und ruft die Verantwortlichen dazu auf endlich mal anzupacken.
  



Mir fehlt hier an manchen Stellen der Verweis darauf, nicht nur Gegenaktionen gegen Missstände zu starten, sondern auch eine konkrete Aufforderung eben diese zu stoppen oder umzugestalten, so das Gegenmaßnahmen gar nicht erst nötig wären. Trotzdem finde ich es faszinierend, mit wie viel Elan, Engagement und Ernsthaftigkeit Kinder sich für etwas einsetzen und den Erwachsenen ihre Fehler aufzeigen. Daran können sich vor allem nicht nur Kinder, sondern so manch anderer Erwachsener ein Beispiel nehmen.


Das Schöne ist: Ein gespendeter Euro ist gleich ein Baum. Zudem kann man auf der Homepage sehen, wo die Bäume gepflanzt werden. Wer auch spenden möchte, der kann das hier tun.



Kommentare:

  1. gute Sache! finds toll dass du genau hinschaust für was du spendest, und nicht einfach zb für afrika weil das jetzt total in den medien ist und überall die bilder von hungrigen kindern mit großen augen das mitleid entfachen.
    ich will auch seit ner halben ewigkeit mal klamotten beim oxfam-shop vorbeibringen, das schiebe ich auch schon ewig vor mir her *seufz*

    AntwortenLöschen
  2. Mausflaus, ich möchte eigentlich sehr gerne für Afrika spenden, weiß aber nicht, wo mein Geld da am besten aufgehoben ist, bzw wem ich da vertrauen kann. Klar ist es medial aufbeglasen, aber eine Katastrophe ist es ja trotzdem. Auch von Oxfam habe ich zb schon die klassischen Vorwürfe a la, die sortieren die guten Sachen vorher für sich selbst aus usw usf gelesen... Meine Klamotten bringe ich am liebsten in örtliche Kinderheime oder ähnliches.

    AntwortenLöschen
  3. Lustig, vor kurzem ist mir deine Aktion zufällig wieder eingefallen und ich hab mich gefragt, ob da noch was nachkommt! Von Felix hab ich im Vorbeigehen schon gehört, jetzt weiß ich endlich die Geschichte dazu,danke!

    AntwortenLöschen
  4. @Mneme
    für afrika spenden doch jetzt alle... ich finds wichtiger, dass man gezielt da spendet, wo nicht so viel geld hinfließt, weil es eben nicht im medialen interesse steht; zb gegen aids in afrika (5 millionen sterben jährlich an aids!!! unnötig!) oder für politische flüchtlinge.

    hm, ich finds jetzt nicht so schlimm, wenn die oxfam-mitarbeiter sich gute klamotten raussuchen, ob die jetzt ein kunde kauft oder sie selbst ist doch egal. und sich einfach nehmen dürfen sie nicht, das wäre diebstahl.
    und meine klamotten dürften kindern nicht passen bzw. wären die leute bestimmt nicht begeistert wenn ihre kinder mit sowas rumlaufen ^^

    AntwortenLöschen