Also das hier ist vegan und feministisch. Weil sonst alles scheiße ist.

Mittwoch, 4. Mai 2011

Falafel und Ernährungstheorien

Falafel schmecken ja eigentlich selbstgemacht besser als aus dem Kühlregal, mal abgesehen von dem höheren Nährwert. Aber immer wenn ich die selbst gemacht habe, habe ich auch gleichzeitig eine riesen Sauerei veranstalten. Deswegen habe ich jetzt mal den Test gemacht und welche gekauft. Ich muss sagen, die waren lecker! Leider finde ich die Dinge grundsätzlich immer etwas trocken, deswegen tränke ich die immer in Öl oder Sauce... Nicht gerade ideal, aber lecker! Gestern und heute habe ich eine Art Mehlschwitze gemacht, Tahin, Pfeffer und Muskat hinzugegeben.






































Etwas anderes: Ich habe ein bisschen in Alicia Silverstones The Kind Diet gelesen. Es ist schon sehr amerikanisch, irgendwie leicht esoterisch, aber durchaus liebevoll und interessant. Was mich aus der Bahn bringt sind langsam die verschiedenen Ernährungstheorien. 
Laut Alica (bzw. der Makrobiotik) sind Tomaten, Kartoffeln, Auberginen und Paprika wegen des hohen Alkaloid-Anteils nicht für den regelmäßigen Verzehr geeignet. (Wird mit Arthtritis in Verbindung gebracht.) Ebenso Spinat und Mangold, die in ihnen enthaltene Oxalsäure verhindere die Kalziumaufnahme. Alles von den eben genannten Lebensmitteln ist in den letzten sechs Monaten Teil meiner fast alltäglichen Gemüsezufuhr geworden und eigentlich freue ich mich richtiggehend, dass ich das alles jetzt mag. Und nu?
In der Rohkost sieht man ja von verarbeiteten Produkten gänzlich ab, die Makrobiotik stellt das volle Korn, auch in Form von Reis, Cous Cous,  Pasta usw. in ihr Zentrum.
Ich habe oft gelesen, Obst sei das perfekte Lebensmittel für den Menschen wegen der vielen Ballaststoffe, es sei wahnsinnig schnell zu verdauen, habe gute, komplexe Kohlenhydrate usw. In der Makrobiotik sagt man, dass man eher weniger Obst, nur eine Portion pro Tag essen soll, da es im Verdacht stehe das Blut zu schwächen. (Was auch immer das genau bedeuten soll.)
Dass ich zu viele Nüsse esse weiß ich. Alicia empfiehlt eine Tasse verschiedener Nüsse pro Woche. Ich esse teilweise eine Tasse pro Tag. Aber zur Zeit halten sie mich davon ab, Schokolade und ähnliches zu essen, deswegen ist es vorerst okay für mich.
Was ich nicht verstehe ist der Ansatz, dass regionales Obst und Gemüse für einen am besten sei. Bzw. das scheint irgendwie einleuchtend zu sein, es ist perfekt auf das Klima und die Umwelt die uns umgibt etc. abgestimmt. Dann frage ich mich aber, warum so viele Algen, Miso etc. empfohlen wird. Das ist doch nun alles andere als regional, ebenso wie verschiedene Getreidesorten.

Ich habe nicht vor, mein neu liebgewonnenes Gemüse zu streichen. Was ich aber machen werde ist, mal etwas exotischere und auch regionale, oder in Vergessenheit geratene Lebensmittel auszuprobieren. Interessant finde ich da den Artikel über Grünes Blattgemüse von Mixxed Greens. Da und als ich den Salatmix von demeter gekauft habe ist mir aufgefallen, wie wenig ich kenne. Die Vielfalt muss etwas größer werden.  Da ich ja früher nie frisches Obst und Gemüse gegessen habe kenne ich erstens viele Sachen nicht und zweitens kostet mich es oft noch Überwindung. Ich merke aber, dass es besser wird, also werde ich in zukunft etwas mutiger sein. 
Insgesamt habe ich nicht vor, mich an irgendetwas streng zu halten. Ich kann die Ansätze und auch viele Erklärungen nachvollziehen, finde einige sehr einleuchtend, auch wenn ich mich da widerspreche, weil ich verschiedene Ideen einleuchtend finde. Ich merke so oder so, dass mir viel mehr auffällt, womit ich mich wohl fühle oder nicht und daran werde ich mich orientieren.

Was haltet ihr von so etwas? Findet ihr eine bestimmte Theorie einleuchtend? haltet ihr euch daran?

Kommentare:

  1. Nicht so dogmatisch sehen! Bisher hat noch kein ernstzunehmender Mensch gesagt: iss weniger Gemüse. Und die Fette in Nüssen sind nicht ungesund, sie sorgen für schöne Haut und gesunde Haare- freu dich lieber, dass du gern Gemüse und Nüsse isst, statt Cheeseburger und Käsekuchen und genieß es einfach. Essen soll doch keine Wissenschaft sein und von Verboten dominiert werden.

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  2. Zu Falafel mag ich eine Soße aus Knoblauch, Tahin, Sojajoghurt, Zitronensaft, Salz und Pfeffer und etwas Wasser, die schmeckt herrlich frisch.

    Und die Bedenken wegen Alkaloiden und Oxalsäure halte ich für sehr übertrieben. Ich würde lediglich darauf achten, dass calciumreiche Nahrungsmittel nicht zusammen mit oxalsäurehaltigen gegessen werden. Um mit Oxalsäure wirklich Schaden anzurichten, müsstest du sehr große Mengen essen, die durch normale Ernährung nicht schaffbar sind.

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  3. Aber das meine ich auch ein bisschen. DIe ganzen Regeln. Das zusammen mit dem, das auf gar keinen Fall zusammen mit jenem, jede Tag einen Löffel Leinöl für die Omega3 Fettsäuren, eine Paranuss für Folsäure usw.
    Ich hab einfach keine Lust meine Mahlzeiten "auszurechnen", wie veganefreude/Clara schon sagte. ;)

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  4. ich finde es quatsch zu sagen, ALLE müssen dies, ALLE müssen das - wenns dir gut geht und du dich mit deiner ernährungweise wohlfühlst sehe ich keinen Grund was zu ändern.
    empfehlungen, die pauschal auf alle passen sollen sind doch totaler quatsch.

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  5. Mausflaus,
    Ich muss oft an die Zeit denken, zu der ich anämisch war. Da habe ich mich total schlecht gefühlt, aber ich dachte das wäre halt so. Seitdem denke ich immer, dass ich vielleicht durch Weglassen oder Hinzufügen noch etwas optimieren kann, was ich vorher/jetzt gar nicht als Problem wahrgenommen habe.
    Aber du hast schon recht und ich merke das ja selbst. Grundsätzlich spürt man ja wie wohl man sich fühlt.

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  6. Hallo Du, erstmal Kompliment für deinen Blog, gefällt mir richtig gut :) Bin seit gestern eine neue Leserin von dir!
    Nun zu deiner Frage:
    Ich beschäftige mich schon seit Jahren mit verschiedensten Ernährungssystem. Z.B. 5Elemente Ernährung nach TCM, Ayurveda, verschiedenste Formen der Rohkost, Trennkost, Makrobiotik, Vegetarismus usw. Meiner Erfahrung nach ist man hinterher nur noch verwirrter als vorher, weil einfach alle Ernährunglehren ganz gegensätzliche und widersprüchliche Empfehlungen geben. Ich halte das nach 2 Grundsätzen - 1. wer heilt hat recht, ich guck mir einfach die Leute an die ihre Ernährungsweise vertreten und bilde mir dann eine Meinung ob diese gesund ist. So hab ich mal eine Makrobiotin getroffen die seit 7 Jahren nicht mehr krank gewesen ist, also nicht mal mehr einen Schnupfen hatte. Oder es gibt auch einige faszinierende Rohköstler die einfach top fit sind und toll aussehen, oder die sich von schweren Krankheiten geheilt haben. Aber ich denke es gibt nicht DIE Ernährung für alle Menschen. Dafür sind wir viel zu verschieden. Nicht umsonst wir im TCM oder Ayurveda darauf geachtet was für eine Konstitution ein Mensch hat. Der eine verträgt Rohkost gut, ein anderer kann das nur schlecht verdauen. Manch einer verträgt kein tierisches Eiweiß oder Laktose, mancher kein Gluten usw.
    2. Experimentiere ich manchmal einfach selbst, im Februar hab ich z.B. versucht mich einen Monat von Rohkost zu ernähren. Ich achte dann darauf was in meinem Körper vorgeht, wie ich Essen vertrage, mich nach den Mahlzeite fühle, ob ich fitter oder müder bin usw. Ich denke nur so kann man herausfinden was einem selbst gut tut.

    LG
    Karmi

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  7. Kürzlich habe ich auf einer Yogamesse einen Vortrag eines Experten für Ayurveda gehört. Das fand ich sehr ansprechend.
    Ich habe mich auch schon mit verschiedenen Konzepten beschäftigt und vieles ist mir zu dogmatisch. Wenn man dann noch verschiedene Lehren vergleicht, fühlt man sich einfach nur noch verwirrt.
    Der Mann sprach von den Konstitutionstypen und von verschiedenen Situationen, in denen der Körper verschiedenes braucht. Manche Menschen, die viel 'inneres Feuer' haben, vertragen Rohkost perfekt, anderen raubt sie die Energie regelrecht.
    Ich finde, dass man das bei manchen veganen Rohköstlern sehen kann. Einige scheinen vor Energie fast zu platzen, andere wirken eher ausgezehrt und fiebrig.

    Zufällig sah ich gestern das Video von einem youtube Rohkost'guru' (der selbst keiner sein will). Ich fand es wohltuend, wie er dazu aufruft, nicht dogmatisch zu werden.
    Er meint, dass es z.B. keinen Sinn macht an einer Ernährung festzuklammern, nur weil sie einem in der Vergangenheit vielleicht geholfen hat, eine schwere Krankheit zu überwinden, wenn man jetzt aber merkt, dass sie einem nicht mehr gut tut.

    Ich glaube, da will dann der Kopf nicht von einer Überzeugung loslassen, auch wenn der Körper was anderes sagt. Man möchte vor sich selbst und vor der Umwelt Recht behalten mit einer Überzeugung.
    http://www.youtube.com/watch?v=Gs6isCCV134 (ist auch sehr amerikanisch und spirituell - mir persönlich liegt das so nahe, dass es mir gar nicht mehr auffällt ;))

    Meine Hausärztin ist Expertin für TCM. Speziell für Mitteleuropäer empfiehlt sie nur im Sommer Rohkost, weil es im Winter zu anstrengend für unseren Körper sei. Und sie sagt, wer kein Fleisch isst, sollte die Nahrung oft 'yangisieren'. Das bedeutet z.B. Sachen wie Nüsse oder Gemüse anrösten, oder Gerichte lange schmoren und Suppen lange köcheln lassen.
    Hört sich esoterisch an, tut meinem Körper aber unheimlich gut.
    Z.B. mache ich mir an kühleren Tagen Hirsebrei zum Frühstück. Ich merke den Unterschied, wenn ich die Hirse einfach nur koche, oder wenn ich sie vorher trocken im Topf anröste. (TCM und Ayuveda gehen übrigens beide von dieser auf den Menschen un seine Situation angepassten Ernährung aus.)

    Ich genieße auf jeden Fall weiter, dass ich Gemüse jetzt so gerne mag, im Sommer gerne roh, im Winter geschmort. Auf zu viel Obst reagiere ich zum Beispiel nicht so gut.

    Ich kann Karmi nur zustimmen, dass es am besten ist darauf zu achten, wie man sich mit welchem Essen fühlt, vor allem, wie man sich danach fühlt.
    Gerade seit ich keine Industrienahrung und Milchprodukte mehr zu mir nehme, spüre ich viel besser, was mir gut tut - und habe endlich Appetit auf die gesunden Sachen und nicht auf irgendwelchen Trash.

    (oh Mann, bin ich wieder geschwätzig, heute)

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  8. Ich versuche meine Ernährung v. a. abwechslungsreich zu gestalten und mir von keiner Richtung Vorschriften machen zu lassen. Vieles widerspricht sich ja sowieso, also denk ich mir, von allem was und vieles neu ausprobieren. Seitdem ich vegan lebe, koche ich viel mehr mit Gemüse und habe Lust zu experimentieren. Gestern kochte ich zum ersten Mal Weißkohl selbst, außerdem hab ich früher nie Eisbergsalat oder Rucola verwendet (nur Kopfsalat, Eichblatt) und nun sind sie des Öfteren im Salat zu finden. Sogar rote Beete liegt schon in der Küche und wartet aufs Ausprobieren. Will sagen, ausprobieren, abwechslungsreich sein und sich nicht konfus machen lassen.

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  9. Ich sage es mal kurz und bündig: wenn vegansein nur klappen würde, wenn man seine Mahlzeiten "ausrechnet", dann wäre ich nicht vegan geworden. :D Für sowas bin ich nicht der Typ. Ich esse immer, worauf ich Lust habe und was mir gerade schmeckt. Und wenn das mal mehrmals in der Woche Reis ist, dann ist das so. Nebenbeibemerkt hab ich top Blutwerte. ;)

    LG,
    Monster

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  10. @ Monster
    Das betrifft ja nicht nur die Veganer. Makrobiotik oder Rohkost sind ja nicht explizit vegan. Meiner Oma wurde z.B. die Blutgruppen-Diät empfohlen. Jetzt hat sie aber eine Blutgruppe (die gleiche wie ich) in der man wohl möglichst viel Fleisch und wenig Milchprodukte zu sich nehmen soll. Erstens finde ich das unverantwortlich, da sie Gicht hat, und das u.A. mit Fleischkonsum in Verbindung gebracht wird und zweitens mag sie gar nicht so gerne Fleisch, dafür umso lieber Joghurt und Frischkäse etc. Als wir darüber gesprochen haben, war sie beinahe verzweifelt. Da habe ich ihr auch gesagt, dass sie sich bloß nicht davon stressen lassen soll. Verschiedene Dinge auszuprobieren ist super, aber wenn man sich nicht wohlfühlt - sofort aufhören.


    Es stimmt mich auf jeden Fall recht positiv was ihr dazu zu sagen habt ;)

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  11. Wie du weißt stehe ich ja auch total auf das Buch von Alicia Silverstonde. Ich finde vieles in dem Buch plausibel, bin aber über ähnliche Aussagen gestolpert wie du. Ich denke auch, man sollte das wirklich nicht so absolut sehen. Ich probiere derzeit viele Rezepte aus dem Buch auch, dennoch werde ich niemald Nachtschattengewächse ganz aus meiner Ernährung streichen, ebenso wie Rharbarber und Spinat. Dafür gibt es aber ab und zu einen makrobiotischen Tag, aber ohne die Esotherik-Komponente. ;-)

    Ich denke es ist gut viele verschiedene Bücher zu lesen und sich daraus die Ernährung zu basteln, mit der man sich am besten fühlt. Und da wir Menschen ja sehr unterschiedlich sind, kann die ideale Ernährung eben auch für jeden anders aussehen.

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  12. moin an alle - ich stimme zu: dogmatismus bringt nix und auf sich selber zu hören ist die beste medizin! die erfahrungen mit tcm und ayurveda habe ich auch gemacht. seitdem ich meinen rohkostkonsum reduziert habe - was mir sehr schwer fällt! - merke ich wie es mir viel besser geht, da ich hauptsächlich warm esse, jetzt nicht mehr ständig friere und viel mehr energie habe. nachdem ich mal 3 monate komplett auf rohkost verzichtet habe und gemüse nur gedünstet gegessen habe, habe ich langsam wieder angefangen, immer öfter mal wieder rohkost zu essen und es auch vertragen. nur wenn ich es übertreibe so wie letzte woche wird klar was wirklich gut ist. ich hatte das auch schon an anderer stelle vermerkt...ich glaube, dass im zusammenhang mit einer veränderung der gesellschaft im ernährungstechnischen sinne vor allem erstmal wichtig ist, dass man wieder - back to nature sozusagen - ein gefühl für sich selbst bekommt. dazu gehört eben auch, alles was nicht zu einem gehört (wie jegliche verarbeitete nahrung) wegzulassen. und was den spinat angeht - den wird mir keiner verbieten können, denn irgendwann sagt der körper doch dass er keine lust mehr drauf hat ( : schöne grüße von der anderen seite!

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  13. Ich glaube auch, dass der Schlüssel zu einer dauerhaft guten Ernährung einfach die Abwechslung ist. Klar ist es irgendwann schädlich für den Körper, wenn er immer nur das Gleiche bekommt, ob das jetzt jeden Tag Auberginen oder Salat oder Pommes mit Mayo sind.
    Ich persönlich versuche den Spagat zwischen rohem und gekochtem Essen am Tag, einem ballaststoffreichen Frühstück (Vollkornbrot, Oatmeal, Müsli, Vitamin C), irgendwas grünem mit vielen Blättern und eben komplexen Kohlehydraten wie Vollkornnudeln und Reis, Hirse etc. An ein paar Sachen halte ich mich, wie z.B. dass ich Karotten immer mit etwas fettigem zusammen esse, damit Vitamin A überhaupt erst synthetisiert werden kann oder dass ich morgens etwas Leinöl in mein Müsli kippe oder eben Leinsamen reinwerfe oder so.
    Generell finde ich solche Ernährungsmodelle und -theorien interessant, aber ich glaube, wie viele andere hier auch, dass es da kein 100% richtig oder falsch gibt. Deswegen halte ich mich an einen "normalen" Veganismus, auch wenn ich ihn mit m.E. nach nützlichen Erkenntnissen aus anderen Ernährungsmodellen ergänze.
    Manche Leute essen jahrelang nix anderes als Chips und Pizza, da macht man als Vegetarier/Veganer tendenziell schon mal weniger falsch. :D

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  14. Ich esse grundsätzlich, dass worauf ich Lust habe. Normalerweise handelt es sich dabei nur "gesunde" Produke. Wenn man es mal sehr weitläufig betrachtet ist jedes Nahrungsmittel gesund und gleichtzeitig auch ungesund. Daher ist auch Schokolade gesund, weil sie glücklich macht und sogar das Risiko für eineHerz-Kreislauf-Erkrankung senken kann. Auf der anderen SEite enthält sie am viel Zucker, was schlecht für die Zähne ist.. Und so weiter..Das ist as Allerwichtigste dabei schlicht und ergreifend das Maß.
    Wenn man nun denkt, das Nachtschattengewächse nun wirklich eher nachteilig sind, kann man sie ja einfach in Maßen genießen. Dogmatisch würde ich das ganze auf keinen Fall betrachten, sonst kann man eigenltich gar nichts mehr essen.

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  15. Ich habe mich intensiv mit der Rohkost beschäftigt bzw. tu es noch immer. Mein Ziel ist es, den kompletten August roh zu verbringen - und eben allgemein den Rohkostanteil zu steigern.
    Und auch da kommt niemand auf den gleichen Nenner. Nicht einmal die veganen Rohköstler. Für den einen sind die meisten Obstsorten zu zuckerhaltig, die achten vermehrt auf den glykämischen Index und essen da nur bestimmtes, andere essen fast gar nichts, wegen der Fruchtsäure und aus Angst um ihre Zähne. Dann gibt es die Urkost-Fraktion, die der Meinung ist, dass nichts ohne Wildkräuter geht. Dann wieder solche, die eigentlich nur Obst essen und es für das perfekte Lebensmittel halten. Manche, die essen viele Fette und legen darauf großen wert, für die nächsten ist Fett in fast jeder Form das absolute Teufelszeug. Avocados sind sowieso schlecht, da sie ursprünglich Tarnfrüchte waren, die angeblich weder Mensch und Tier je für sich entdecken sollten ... blablabla usw.

    Es gibt SO viele Ernährungsweisen - und fast alle von ihnen haben Anhänger, die es mit ihrem strahlenden Aussehen und ihrer protzenden Gesundheit beweisen. Fast alle lassen sich auch wissenschaftlich irgendwo und irgendwie belegen.
    Aber alle zusammenführen können wir nicht, es wird immer Widersprüche geben.

    Ich bin auch der Meinung, dass wir nichts weiter tun können, als stets und ständig offen für Neues zu bleiben, überall mal probieren und die Ernährung immer varrieren, um dann zu schauen, was uns persönlich gut tut.
    Sich ein Vorbild auszusuchen, ist ja nicht schlecht. Aber man sollte dabei nicht vergessen, tolerant zu bleiben, auch mal über den Tellerrand zu gucken und mutig genug sein, um zu sagen: Schön und gut, aber ich habe damit keine Verbesserungen feststellen können!

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